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Gestörte Lieferketten

Wird Weihnachten teurer?

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© bakhtiarzein/stock.adobe.com

Auf die Verbraucher kommen laut IfW-Chef Gabriel Felbermayr kräftige Preiserhöhungen bei Produkten aus Asien zu – wohl auch zu Weihnachten. Grund seien die Containerkrise im südchinesischen Meer und Chaos in den globalen Lieferketten.

»Wir müssen uns darauf einstellen, dass viele Produkte aus Fernost in den kommenden Monaten deutlich teurer werden«, sagte Gabriel Felbermayr, der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), dem Portal t-online.de. Dies könne sich auch auf das Weihnachtgeschäft auswirken, das sich wegen langer Vorlaufzeiten schon anbahne, so der Ökonom.

»China ist für den Gabentisch in deutschen Wohnzimmern der wichtigste Lieferant. Wegen der Lieferengpässe dürften im Dezember die Regale in vielen Geschäften leerer sein als sonst.«

Wie sehr die Preise im Durchschnitt steigen, sei schwer zu sagen. »Aber bei Gütern und Geschenken, die stark nachgefragt werden, Elektronikgeräte wie Fernseher oder Spielkonsolen, werden wir sicherlich einen Preisanstieg von bis zu 20 Prozent sehen.«

Zuletzt hatte ein Stau im Containerschiffsverkehr im südchinesischen Hafen Yantian, ausgelöst von einem Corona-Ausbruch unter Arbeitern, die globalen Güterströme stark behindert. Der Stau galt in der Schifffahrtsbranche als größeres Problem als die tagelange Sperrung des Suezkanals Ende März nach der Havarie des Frachters »Ever Given«.

Die Störungen im Container-Schiffsverkehr sind eine der Ursachen für die Materialengpässe in Europa. Zudem lässt die anziehende Konjunktur in den USA und China viele Güter knapp und teuer werden. Grundsätzlich leide die Weltwirtschaft sehr unter der Lieferkrise, so der IfW-Chef. »Was in China passiert, ist dramatisch. Das sind schmerzhafte Einschnitte für die Weltwirtschaft«, sagte Felbermayr.


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