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Lieferengpässe verursachen Verluste von fast 1 Million Euro

16. Juni 2021, 09:32 Uhr   |  Karin Zühlke

Lieferengpässe verursachen Verluste von fast 1 Million Euro
© reichelt elektronik

Durchschnittlich 35 Tage Produktionsstillstand in deutschen Unternehmen: Eine Umfrage von reichelt elektronik zeigt die Folgen der globalen Engpässe bei Komponenten und Ressourcen.

Seit Anfang 2020 sind auch die Lieferketten weltweit immer instabiler und anfälliger geworden. Der Nachschub von essenziellen Komponenten wie etwa Chips oder auch einzelnen Rohstoffen ist ins Wanken geraten und deutsche Unternehmen leiden unter den Folgen. Audi musste erst vor kurzem wieder 10.000 Arbeiter in Kurzarbeit schicken, nicht weil COVID-19 sie dazu zwingt, sondern weil wichtige Chips in der Produktion fehlen.
Eine von reichelt elektronik in Auftrag gegebene Umfrage zeigt welche Auswirkungen Lieferengpässe auf deutsche Unternehmen haben und wie sie der Krise trotzdem die Stirn bieten.

Durchschnittlich 35 Tage Produktionsstillstand in deutschen Unternehmen

95 Prozent der Befragten bestätigen, dass es aufgrund von Lieferengpässen seit Beginn 2020 zu Produktionsstillständen in ihrem Unternehmen kam. Gründe sind verspätete Lieferungen oder fehlenden Komponenten. Ein Großteil der betroffenen Unternehmen (41%) musste sogar einen Produktionsausfall von mehr als einen Monat in Kauf nehmen.

Jeder Tag, den die Maschinen stillstehen, kostet die Unternehmen immense Summen. Kleine Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeiter hatten mit einem Minus von durchschnittlich knapp 100.000€ zu kämpfen, während mittlere Betriebe (50-250 Mitarbeiter) bereits einen Umsatzausfall von gut einer halben Millionen Euro kompensieren mussten. Größenübergreifend ergab die Umfrage, dass die befragten deutschen Betriebe seit Januar 2020 Verluste im Durchschnitt in Höhe von 924.000 € verzeichneten. Fast ein Drittel hat mindestens 500.000 € an Umsatz eingebüßt.  
Darüber hinaus erlebte die Produktion weitere negative Folgen der krisengebeutelten Supply Chain. 39 Prozent bestätigen, dass die Preise für bestimmte Komponenten deutlich anstiegen. Ein Drittel (33%) gab an, dass die Produktion zwar nicht stillgelegt werden musste, aber doch mit deutlichen Verzögerungen zu rechnen war. Ebenfalls 33 Prozent der befragten Unternehmen mussten ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken, während ein Fünftel (20%) sich sogar gezwungen sah Arbeitskräfte, zu entlassen.

 

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1. Lieferengpässe verursachen Verluste von fast 1 Million Euro
2. Keine Hoffnung auf schnelle Besserungen

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