Hyperloop-Wettbewerb Mit neuem Pod nach Los Angeles

Das Team der TU München freut sich auf den Wettbwerb, bei dem sie mit dem neuen Pod antreten.
Das Team der TU München freut sich auf den Wettbwerb, bei dem sie mit dem neuen Pod antreten.

Bereits 2015 startete Elon Musk die »SpaceX Hyperloop Pod Competition« – ein Wettbewerb, bei dem Teams mit ihren selbst entwickelten Schnellzügen, den sogenannten Pods, gegeneinander antreten. Dreimal ging das Team der TU München (TUM) schon als Sieger hervor. Nun soll der vierte Triumph folgen.

Der Hyperloop ist ein Schnellzug, der zum Beispiel die Strecke von München nach Berlin in einem Röhrensystem in 30 Minuten zurücklegen soll. Um das Ziel zu erreichen, hat Elon Musk den Wettbewerb »SpaceX Hyperloop Pod Competition« gegründet. Dabei treten in Los Angeles verschiedene Teams mit ihren Schnellzügen gegeneinander an.

Rekord im Visier

Schon drei Mal raste der Zug des Studententeams der technischen Universität München (TUM) als Schnellster durch die Röhre, die extra für den Wettbewerb gebaut wurde. Ganze 467 km/h erreichte der Pod im letzten Jahr dabei. Nun haben sie den Schnellzug der vierten Generation präsentiert. Er ist 1,70 m lang, 50 cm breit und etwa 70 kg schwer und damit 8 kg leichter als der alte. Dieses Jahr wollen die Studenten einen neuen Rekord aufstellen und am 21. Juli den neuen Pod mit 600 km/h durch die Röhre in Los Angeles sausen lassen.

Neues Bremssystem, neuer Name

Der vierte Hyperloop Pod erreicht eine Maximalleistung von 320 kW, doppelt so viel wie sein Vorgänger. Lithium-Polymer-Batterien sind leistungsstärker und das bei geringerem Gewicht. Speziell beim Bremssystem haben sich die Studenten etwas Neues ausgedacht. Es ist eine Eigenentwicklung aus vier verschiedenen Bremssystemen, die unabhängig voneinander funktionieren. Die Studenten haben die Erfahrungen aus den vergangenen vier Jahren eingebracht und konnten bei der Entwicklung auch auf ehemalige Tüftler der TUM zurückgreifen.

Auch der Name des Teams hat sich geändert. Beim diesjährigen Wettbewerb tritt das Team unter dem Namen »TUM Hyperloop« an, nicht mehr unter »WARR Hyperloop«. Der Grund: Das Team ist nicht mehr Teil der WARR-Studiengruppe, sondern des neu gegründeten Vereins »Next Prototypes«. Unterstützt wird das Studenten-Team von der TUM und »UnternehmerTUM«, dem hochschuleigenen Gründerzentrum.