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Einsatz im Distributionszentrum

Raspberry Pi automatisiert die Logistik bei reichelt


Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Smarte Kommunikation über Arduino

Auch beim Scan-Vorgang kommt eine neue Technik zum Einsatz: Um mit den Boards eine Netzwerkverbindung herstellen zu können, wurden auf die bislang verwendeten Com-Server verzichtet und stattdessen auf den Arduino mit einem Ethernet Schield gesetzt. Dieser sorgt für die Kommunikation und übermittelt die Daten auch an die ERP-Umgebung.

Der Arduino übernimmt also die Übermittlung der Scans in das System und die entsprechende Anzeige im Display. Dadurch sieht der Mitarbeiter, der den Auftrag bearbeitet auf einen Blick, wie der Stand der Artikelbearbeitung aussieht.
Die Verbindung zwischen Logistik und ERP-System ist deshalb auch so wichtig, weil davon die weitere Bearbeitung abhängt – sind beispielsweise mehrere Stationen involviert, in die das Distributionszentrum unterteilt ist, dann müssen die Produkte, die an verschiedenen Stationen in den Regalen gesammelt wurden, am Ende zusammengeführt werden. Damit das reibungslos abläuft, wurden die Systeme intelligent miteinander vernetzt.

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Zitat Ulf Timmermann, CEO von Reichelt Elektronik Raspberry Pi
© Reichelt

Stabile Kommunikation trotz unterschiedlicher Systeme

Eine weitere Herausforderung, der sich das Team der Projektphase stellen musste, war die Integration der verschiedenen Systeme: Die firmeninterne Software musste mit dem Sketch des Arduino und dem Python-Skript des Raspberry Pi vereint werden. »Dass diese unterschiedlichen Sprachen eine stabile Kommunikation aufrecht halten, war eine der schwierigsten Aufgaben bei dem Projekt. Wie bei allen Automatisierungsprojekten üblich, haben wir unser System stets getestet. Dennoch mussten wir ein wenig nachjustieren: Denn während bei der Simulation die kapazitiven Sensoren einwandfrei liefen, war das in der Praxis nicht der Fall. Deshalb mussten die Widerstände noch einmal umgelötet werden«, sagt Ulf Timmermann, CEO von Reichelt Elektronik »Das Team konnte aber alle Herausforderungen sehr gut meistern, worauf ich sehr stolz bin.«

Das nächste Projekt

Die neue Etage ist nun komplett einsatzbereit. Insgesamt verfügt das erweiterte Versandzentrum über eine Fläche von knapp 8000 m2, die sich auf zwei Ebenen erstreckt. Das entspricht einer Flächenerweiterung um das Doppelte. Dabei konnte Platz für weitere 50.000 Artikel geschaffen werden. Indem Reichelt den Raspberry Pi selbst einsetzt, zeigt der Distributor des Minicomputers, wie vielseitig das Entwicklerboard auch in der Industrie integriert werden kann. Sollte sich die hier eingesetzte Automatisierungstechnik in Form einer Effektivitätssteigerung der Auftragsausführung bewähren, könnte das ein Impuls sein, die alten Stationen komplett auszutauschen und keiner Maintenance mehr zu unterziehen – vielleicht schon beim Bau des neuen Versandzentrums, dem nächsten Projekt, das bereits gestartet ist.

 

 


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