IAA Mobility in München

Messegesellschaft weist Kritik als kleinkariert zurück

13. Januar 2022, 10:38 Uhr | München (dpa)
IAA 2021 München Aufbau Königsplatz
Aufbau der IAA Mobility 2021 am Königsplatz in München. Hier wurden Klein- und Leichtfahrzeuge vorgestellt.
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Die Münchner Messegesellschaft wehrt sich gegen die Proteste an der neu aufgelegten Auto- und Verkehrsmesse IAA. Die Münchner IAA Mobility im September sei mit 400.000 Besuchern aus 94 Ländern auf Anhieb zur größten Mobilitätsveranstaltung der Welt geworden, weil sie keine reine Autoshow mehr sei.

In Sachen medialer Reichweite habe die Veranstaltung mit 1,2 Milliarden Kontakten 2021 weltweit auf Platz drei hinter den Olympischen Spielen und der Fußball-Europameisterschaft gelegen. »Eine Werbung für die Stadt, die unbezahlbar wäre, die man sich gar nicht leisten könnte«, wie Messechef Klaus Dittrich betont. Ein Kernpunkt der Kritik an dem neuen IAA-Konzept war, dass die Autokonzerne ihre Stände auf den schönsten Plätzen der Münchner Innenstadt aufgebaut hatten. »Da ist die Diskussion, ob jetzt auf dem Königsplatz der Rasen kaputt gemacht wurde oder nicht, schon sehr kleinkariert«, meint Dittrich.

Zieht die IAA erneut um?

Die Grünen und andere IAA-Gegner kritisieren unter anderem, dass die Innenstadt den Herstellern als Werbefläche zur Verfügung gestellt worden sei. München hatte sich in einem Wettbewerb gegen mehrere andere deutsche Städte als Veranstaltungsort durchgesetzt. Falls der Münchner Stadtrat vor der nächsten IAA 2023 die Autohersteller wieder aus der Innenstadt verbannen sollte, rechnet Dittrich damit, dass der Autoindustrieverband VDA mit der Veranstaltung umzieht. »Ich kenne mindestens sechs deutsche Städte, die sich die Hände reiben würden.«

Die Münchner Messegesellschaft war vor der Corona-Pandemie eine der erfolgreichsten Europas und richtet in mehreren Sparten international bedeutende Leitveranstaltungen für die jeweiligen Branchen aus. Dazu gehören die Baumaschinenmesse Bauma, die Immobilienmesse Expo Real und die Sportartikelmesse Ispo. Nach zwei coronabedingten Verlustjahren rechnet Dittrich damit, dass die Messegesellschaft in diesem Jahr wieder schwarze Zahlen schreibt. Ein Höhepunkt sollen im Sommer aber auch drei Großkonzerte mit jeweils über 100.000 Besuchern werden, für die nach Dittrichs Worten bereits Fans aus dem gesamten deutschen Sprachraum und darüber hinaus Karten gekauft haben: Helene Fischer, Robbie Williams und Andreas Gabalier sollen auftreten.


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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH, Messe München GmbH