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Hyperloop transportiert erstmals Menschen

10. November 2020, 08:49 Uhr   |  Ute Häußler

Hyperloop transportiert erstmals Menschen
© Virgin Hyperloop

Erstmals sind auf dem Testgelände von Virgin Hyperloop in der Wüste von Nevada zwei Personen mit dem Hyperloop gereist - wen auch nur 500 Meter in 15 Sekunden.

Mit 1.000 km/h will Virgin Hyperloop Passagiere durch eine Vakuum-Röhre transportieren. Jetzt wurde die neuartige Technologie erstmals mit Menschen getestet - Zwei Mitarbeiter von Virgin fuhren am Sonntag in der Wüste von Nevade 500 Meter in nur 15 Sekunden in einem Hyperloop-Pod.

Das Hyperloop-Projekt wurde ursprünglich 2012 von Elon Musk angestossen – mittlerweile forschen mehrere Institute und Firmen auf der ganzen Welt an dem neuartigen Transportsystem. In einer Vakuum-Röhre sollen Passagiere in kleinen Kapseln, sogenanntren Pods, mit einer Geschwindigkeit von rund 1.000 km/h bewegt werden können. Auch die TU München arbeitet auf dem Testgelände südlich von München an der Realisierung der Reise per Hochgeschwindigkeitsröhre. Virgin strebt Spitzengeschwindigkeiten von 1.080 Stundenkilometern (671 Meilen pro Stunde) an. Die Strecke von Los Angeles nach San Francisco könnte so in 45 Minuten bewältigt werden - und keine direkten CO2-Emissionen verursachen.

Ohne »Unbehagen« angekommen

Bis Sonntag wurde die Technologie noch nicht mit Menschen an Bord getestet. Zwei Mitarbeiter von Virgin machten die 500 Meter lange Reise in einem Zwei-Personen-Fahrzeug in nur 15 Sekunden auf einem Testgelände in der Wüste von Nevada. Die Passagierin Sara Luchian sagte gegenüber der BBC, dass sie die Reise »sowohl psychisch als auch physisch aufregend« fand und berichtete von keinerlei Unbehagen.

Wenn die Pods einmal in den regulären Gebrauch gebracht werden, können laut Virgin bis zu 28 Personen gleichzeitig befördert werden, wobei größere Modelle für die Beförderung von Gütern ebenfalls in der Entwicklung sind.

Virgin's Hyperloop hat bisher mehr als 400 Millionen Dollar gekostet, hauptsächlich von Firmenchef Richard Branson und dem Dubaier Logistikunternehmen DP World. Virgin ist eines der Unternehmen, die an der Entwicklung der Technologie arbeiten.

Ist der Mensch bereit für Hyperloop?

Während Branson am Sonntag den Erfolg des »bahnbrechenden« Hyperloop begrüßte, machen sich andere die Entwickler Sorgen, wie sicher die Technologie bereits ist. Ein Forscher an der Königlichen Technischen Hochschule in Schweden argumentierte, dass die hohen Geschwindigkeiten den Hyperloop zu einer »Kotzfahrt« machen könnten.

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