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Analyse von Konnektivitätslösungen

MIPI A-PHY reduziert Gesamtsystemkosten signifikant

Valens MIPI A-PHY
Der Einsatz von MIPI A-PHY-basierten Chipsätzen für hochauflösende Kamerasensoren und SerDes-Lösungen hilft dabei, die Systemkosten zu senken.
© Valens

Das Automotive-Benchmarking-Unternehmen A2MAC1 hat untersucht, welche Einsparpotenziale sich ergeben, wenn OEMs die MIPI-A-PHY-Technologie einsetzen. Aus dem Vergleich der Kosten von A-PHY-basierten Lösungen mit konventionellen Lösungen ging MIPI A-PHY als klarer Gewinner hervor.

Die MIPI-A-PHY-Spezifikationen wurden bereits im September 2020 durch die MIPI Alliance veröffentlicht. A-PHY ist der erste asymmetrische Serializer-Deserializer-Schnittstellenstandard (SerDes) für Ultra-High-Speed-Konnektivität mit großer Reichweite und wurde speziell für Automotive-Anwendungen wie moderne Fahrerassistenzsysteme (ADAS) und autonome Fahrsysteme (ADS) entwickelt. Die Hauptaufgabe von A-PHY ist die Übertragung von Hochgeschwindigkeitsdaten zwischen Kameras, Radargeräten, Lidar-Sensoren und den zugehörigen Steuergeräten.

Das Automotive-Benchmarking-Unternehmen A2MAC1 verwendete für seine Analyse ein weit verbreitetes Surround-View-System als Benchmark für eine herkömmliche proprietäre Lösung und verglich diese mit der MIPI-A-PHY-basierten Lösung über ungeschirmte Twisted-Pair-Kabel. Der abschließende Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass OEMs spürbare Kosteneinsparungen erzielen können, wenn sie A-PHY-basierte Chipsätze, wie sie etwa von Valens, einem Anbieter von Hochgeschwindigkeits-Konnektivitätslösungen für den Audio-Video- und Automobilmarkterhältlich sind, einsetzen. Die Gründe:

  • Vereinfachter Kabelbaum – einschließlich Verkabelung und Steckern (insbesondere Inline-Stecker zur Türdurchführung)
  • Kameradesign: Kosteneinsparungen beim versiegelten Stecker, der als einfacher ungeschirmter Stecker ausgeführt werden kann, sowie Einsparungen bei der internen Leiterplatte und dem Kameradesign.
  • Steuergerätedesign: Umstellung auf kleinere, preiswertere Steckverbinder

Insgesamt zeigt der Bericht, dass die Verwendung von A-PHY-basierten Chipsätzen für hochauflösende Kamerasensoren und SerDes-Lösungen zu einer Senkung der Gesamtsystemkosten um bis zu 15 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen proprietären Lösungen führt. Darin enthalten ist eine Kostensenkung für Kabelbäume und Steckverbinder um 63 Prozent, die zusammen einen erheblichen Anteil an den Gesamtsystemkosten ausmachen. Dadurch ergeben sich für OEMs zahlreiche weitere Kostensenkungsmöglichkeiten durch die native Integration von A-PHY in Bildsensoren.

»MIPI A-PHY ist die Konnektivitätslösung für fortschrittliche ADAS-Systeme«, so Gideon Kedem, SVP und Head of Automotive von Valens. »Wir wissen seit Langem, dass A-PHY den OEMs die höchste Bandbreite, die größte Reichweite und die niedrigste Paketfehlerrate bietet. Heute können wir dank der Analyse durch ein renommiertes Benchmarking-Unternehmen dieser Liste noch einen weiteren wichtigen Punkt hinzufügen: die niedrigsten Gesamtsystemkosten.«

Die VA7000-Chipsatzfamilie von Valens ist der erste A-PHY-kompatible Chipsatz. Engineering-Samples sollen ab Q4 2021 verfügbar sein.

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