Schwerpunkte

Qualifizierungs-Offensive

Vitesco macht seine Mitarbeiter fit für die Elektromobilität

25. Januar 2021, 08:15 Uhr   |  Irina Hübner

Vitesco macht seine Mitarbeiter fit für die Elektromobilität
© Bild: Adobe Stock

Mit der strategischen Entscheidung, den Wandel hin zur Elektromobilität aktiv mitzugestalten, hat Vitesco Technologies eine großangelegte Qualifizierungs-Offensive gestartet: Das Unternehmen bildet möglichst viele seiner Mitarbeitet in einem Zertifikatskurs entsprechend weiter.

Allein im italienischen Pisa haben am heutigen Freitag rund 100 Teilnehmer des Electrification Program im digitalen Rahmen ihren Abschluss gefeiert – zusammen mit Vertretern des Managements, der Universität Pisa und der Regionalregierung der Toskana, die das Programm vor Ort mitfinanziert hat. Damit haben sich seit 2017 rund 380 Mitarbeiter aus der klassischen Antriebs-Entwicklung in intensiven Kursen gezielt für Elektrifizierungs-Themen qualifiziert. Weitere rund 460 Mitarbeiter nehmen aktuell an Trainings teil oder starten in Kürze.

Das Training mit 104 Unterrichtseinheiten findet in Kooperation mit der Universität Pisa statt. »Für uns war das eine Gelegenheit, Know-how aus verschiedensten Europäischen Forschungsprogrammen in ein Elektrifizierungs-Programm einfließen zu lassen und so dazu beizutragen, den Standort eines wichtigen internationalen Unternehmens in der Toskana zu stärken«, erklärt Prof. Ing. Sergio Saponara vom Institut für Informationstechnologie.

Den Zeit-Invest für den Zertifikatskurs bringen Unternehmen und Teilnehmer zu gleichen Teilen ein. So haben sich die Arbeitsstunden, die Vitesco in Weiterbildung investiert, innerhalb eines Jahres verdreifacht. Das zeigt: Die Mitarbeiter nehmen die Angebote gut an, die Teilnehmerzahlen steigen. Nachdem 2019 vier parallele Klassen in das Electrification Program gestartet waren, sind es im Jahr 2020 bereits zehn. In Deutschland arbeitet Vitesco mit der Ostbayerischen Technischen Hochschule, der Industrie- und Handelskammer (IHK) Regensburg, der IHK Cham sowie den Fachhochschulen in Frankfurt und Dortmund zusammen. Weitere Kooperationen sind in Vorbereitung.

»Mit der Strategie ‚Direction 2030‘ hat sich Vitesco Technologies zum Ziel gesetzt, technologischer Vorreiter bei sauberen, elektrifizierten und nachhaltigen Antrieben zu sein. Diese konsequente und vor allem frühzeitige Ausrichtung auf die Elektrifizierung hat für unsere Mitarbeiter den Vorteil, dass sie sich mit maßgeschneiderten Angeboten und klarem Fokus vorbereiten und weiterbilden können«, erklärt Ingo Holstein, CHRO von Vitesco Technologies. »Wir verstehen kontinuierliches Lernen als zentrale Voraussetzung für eine erfolgreiche Transformation. Und das ist heute wichtiger denn je.«

Mit einem eigens dafür eingerichteten Technology Lab verfügt Vitesco Technologies in Pisa mit seinen rund 1.000 Mitarbeitern über großes Know-How im Bereich Industrie 4.0. Gleichzeitig ist der Standort, der in der Hauptsache rein mechanische Komponenten für Verbrennertechnologien produziert, stark von der Transformation betroffen. »Wir gehen diese Herausforderung aktiv an und sehen optimistisch in die Zukunft«, erklärt Standortleiter Riccardo Toncelli. »Mit dem Qualifizierungsangebot können wir unsere Stärken weiter ausbauen.«

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Das könnte Sie auch interessieren

Der Autoindustrie fehlt der Elektronik-Nachschub
Verband setzt auf Emobility und Digitalisierung bei Verkehswende
StoreDot zeigt Li-Ionen-Batteriemuster mit nur 5 Minuten Ladezeit

Verwandte Artikel

WEKA FACHMEDIEN GmbH