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Einstieg ins Autogeschäft

Foxconn will Fabrik von E-Auto-Start-up kaufen

An der Wand außerhalb des Werks von Lordstown Motors prangt riesengroß der Slogan »Ride with Lordstown«.
An der Wand außerhalb des Werks von Lordstown Motors prangt riesengroß der Slogan »Ride with Lordstown«.
© David Dermer/FR171035 AP/dpa

Foxconn legt sich für seinen Einstieg ins Autogeschäft eine Fabrik in den USA zu. Der taiwanesische Apple-Auftragsfertiger will dem in Turbulenzen geratenen Elektroauto-Entwickler Lordstown Motors dessen Werk im US-Bundesstaat Ohio abkaufen.

Der Preis soll bei 230 Millionen Dollar liegen (knapp 199 Mio. Euro), wie die Unternehmen mitteilten. Ein endgültiger Deal müsse allerdings noch ausgehandelt werden.

Foxconn baut gerade seine Aktivitäten im Autogeschäft stark aus. Der Konzern entwickelt eine eigene Fahrzeug-Plattform und sicherte sich zudem den Elektroauto-Entwickler Fisker als ersten Kunden für die Auftragsfertigung. Mit dem Kauf des US-Werks könne das gemeinsame Fahrzeug schneller in die Produktion kommen, schrieb Gründer Henrik Fisker bei Twitter. Das erste Modell Ocean baut Fisker mit dem erfahrenen Auto-Auftragsfertiger Magna.

Als Teil des Deals mit Lordstown soll Foxconn auch die Fertigung von Fahrzeugen der Firma in dem gekauften Werk übernehmen, darunter auch des ersten Modells, des Pickups Endurance. Auf dem US-Automarkt sind Pickups die lukrativsten Fahrzeuge. Die etablierten Hersteller wetteifern mit jungen Firmen darum, die Kategorie auf Elektroantriebe umzustellen.

Lordstown Motors kämpft allerdings mit Problemen und hatte Anleger im Sommer gewarnt, dass das Überleben der Firma nicht gesichert sei. Die Fabrik hatte Lordstown vor rund zwei Jahren General Motors für 20 Millionen Dollar abgekauft. Der Autoriese stand unter Druck des damaligen US-Präsidenten Donald Trump und suchte nach einem Käufer für das bereits geschlossene Werk.


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