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Intelligentes Verkehrsmanagement

Here verbessert Luftqualität Londons

Die Sensoren messen Schadstoffe wie NOx, O3 und Feinstaub.
Für das Projekt wurden unter anderem siebzehn Luftqualitätssensoren in London installiert.
© Here Technologies

Zusammen mit Bosch und der Verkehrsbehörde Transport for London (TfL) hat Here Technologies ein Pilotprojekt im Londoner Stadtbezirk Lambeth zur Messung und Verbesserung der Luftqualität durchgeführt. Das Projekt führte auch zu einem reibungsloseren Verkehrsfluss und zu weniger Staus.

Vor dem Hintergrund regelmäßiger Überschreitungen der NO₂-Werte in London suchte TfL nach neuen Wegen, um die Luftqualität zu messen und zu verstehen. Das Ziel der Behörde war es, lokale Verkehrsstaus – eine der Hauptquellen der Luftverschmutzung in Städten – gezielt zu bekämpfen.

Den Grundstein des Projektes in London bildeten Verkehrsflussdatensätze von Here. Sie sorgten für ein genaues Verständnis des dynamischen Verkehrsflusses im Stadtteil Brixton innerhalb des Bezirks Lambeth und bildeten die Basis für eine Emissionsmodellierung. Darüber hinaus installierte das Projektteam siebzehn Luftqualitätssensoren zur Erfassung von Schadstoffen wie NO₂ und O3 sowie Feinstaub (Partikelgrößen PM2,5 und PM10).

Heatmap zur Darstellung von Emissionen

Im Anschluss wurden die Verkehrsflussdaten von Here zusammen mit Tfl-spezifischem Verkehrsaufkommen für eine genaue Verkehrsanalyse herangezogen und in eine Verbreitungsberechnung einbezogen, die auch die Auswirkungen von Topologie und Wetter auf die Luftqualität berücksichtigte. Das Ergebnis war eine präzise Heatmap zur Darstellung von Emissionen im Zentrum von Brixton. Sie lässt sich stündlich aktualisieren, ist bis auf 20 m genau und ermöglicht es Verkehrsmanagern, Lösungen zur Verkehrsberuhigung besser zu verstehen und anzupassen.

Dank der Daten von Here können Verkehrsstaus auf Mikro-Ebene analysiert werden, um das Verkehrsmanagement und die Stadtplanung zu verbessern. Dazu erfasst Here umfangreiche Daten über Verkehrsfluss und Staus aus Hunderten von Quellen, einschließlich anonymisierter Daten aus vernetzten Fahrzeugen und mobilen Apps. Die gewonnenen Erkenntnisse über das Tempo von Fahrzeugen auf bestimmten Straßenabschnitten ermöglichten die Erstellung eines Modells des Echtzeit-Fahrverhaltens und der Verkehrsdynamik in bestimmten Teilen des Stadtbezirks Lambeth.

»Der Straßenverkehr war 2019 für 33 % der Stickoxidemissionen in Großbritannien verantwortlich. Wir sind stolz, dass die in London eingeführten Maßnahmen dazu beigetragen haben, den NOx-Anteil um 20 % zu senken und das Ziel des Londoner Bürgermeisters, die Luftqualität zu verbessern, zu erreichen. Wir freuen uns, unsere Zusammenarbeit auf andere Londoner Stadtbezirke auszuweiten und unsere Dienste vielen anderen Städten anzubieten«, erklärte Gino Ferru, General Manager EMEAR und Senior Vice President bei Here.


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