Schwerpunkte

Interview mit Sukamal Banerjee, HCL

»IIoT für Fertiger? Wir helfen aus eigener Erfahrung«

04. Juni 2021, 06:00 Uhr   |  Ute Häußler

»IIoT für Fertiger? Wir helfen aus eigener Erfahrung«
© HCL

Trotz 9 deutschen Standorten und 2000 Mitarbeitern ist der Digitaldienstleister HCL in Deutschland eher unbekannt. Wer ist HCL und wie kann die IT-Firma deutsche Fertiger unterstützen? Corporate Vice President HiTech & Global Head „IoT Works” Sukamal Banerjee antwortet.

Markt&Technik: Herr Banerjee, HCL ist nicht neu auf dem deutschen Markt, aber ein wenig bekannter Player. Wer ist HCL und woher kommt das Unternehmen?

Sukamal Banerjee: HCL ist ein 1976 in Indien gegründetes Unternehmen. Ursprünglich haben wir Computer, High-End-Server und Netzwerkzubehör hergestellt. Um weiter zu wachsen, begann Mitte der 90er-Jahre der Wandel zum IT-Dienstleister mit weltweiter Ausrichtung. Seit den 2010ern sind wir komplett global aufgestellt und konzentrieren uns darauf, Unternehmen in allen Belangen rund um die digitale Transformation zu unterstützen. Wir haben weltweit 160.000 Mitarbeiter, davon 2000 in Deutschland, wo wir seit 1997 tätig sind. Mit neun Niederlassungen zwischen Wolfsburg und Walldorf beraten und unterstützen wir Mittelständler und Großkonzerne über die gesamte Bandbreite des IIoT.

Warum sollten deutsche Firmen HCL für Industrie-4.0-Initiativen in Betracht ziehen?

In Deutschland liegt unser Schwerpunkt auf der Unterstützung der produzierenden Industrie; also Beratung, Bereitstellung und Implementierung von Hard- und Software für die Digitalisierung im Maschinenbau und der Fertigungstechnik. Wir begleiten Industrie-4.0-Initiativen über den gesamten Produktionsprozess, auch mit PLM-Beratung. Derzeit liegt ein großer Fokus auf digitalen Zwillingen und beispielsweise AR (Augmented Reality) als Produktions-Tool. Das Besondere ist unsere eigene Herkunft aus der Fertigung. Wie beraten nicht vom Blatt, wir kennen die Produktionsprozesse sowie die digitale Transformation aus eigener Erfahrung und geben dieses Wissen weiter.

Einer unserer größten Geschäftsbereiche heute ist IT & Prozessmanagement, wo wir IT Outsourcing im großen Stil anbieten – und damit die Fertigungsindustrie bei der Digitalisierung und Transformation ihrer Produktion unterstützen können. Dazu kommen unsere IT-Entwicklungsservices und das IT-Zubehör, mit dem wir vor 45 Jahren begonnen haben. Wir decken so das komplette Spektrum rund um den Digital Workspace, digitale Fabrik-Infrastrukturen inklusive Cloud- und Edge Services sowie Remote-Zugriff und Cybersecurity für Unternehmen ab. 

Was sind für Sie die kritischen Aspekte erfolgreicher Industrie-4.0-Initiativen in der Produktion?

Wir reden nicht von ein oder zwei technischen Lösungen, Industrial IoT ist sehr komplex. Für uns als Dienstleister sind das tiefgreifende technische Verständnis und umfassendes Prozesswissen am wichtigsten. Der Technologie-Stack meint die gesamte Bandbreite von den Sensoren, Konnektivität, Plattformen, Datenmanagement und dem Umgang mit den daraus getroffenen Erkenntnissen in der Produktion. Es ist sehr selten, dass ein Digital-Dienstleister all das vereint.

Wir bringen aus dem IT-Geschäft Prozesswissen und Infrastruktur-Services mit, um IT und OT effizient zu verbinden. Das Industrial IoT muss für Fertiger einen konkreten Nutzen bringen und im operativen Alltag mit niedrigen Betriebskosten laufen. Die meisten unserer Kunden haben sehr spezifisches Equipment auf dem Shop Floor, das muss produktiv sein.
 

Seite 1 von 2

1. »IIoT für Fertiger? Wir helfen aus eigener Erfahrung«
2. Partner von SAP, AWS und HCL-Anwendungen in Deutschland

Auf Facebook teilen Auf Twitter teilen Auf Linkedin teilen Via Mail teilen

Das könnte Sie auch interessieren

Verwandte Artikel

WEKA FACHMEDIEN GmbH, SAP AG, Amazon Web Services