Ensenso / IDS Imaging Development Systems

Neue Pattern-Projektionstechnik für Stereo-3D-Kameras

19. Oktober 2015, 15:41 Uhr | Andreas Knoll
Über die »FlexView«-Projektionstechnik verfügt die Stereo-3D-Kamera »Ensenso N35« von Ensenso, erhältlich bei IDS Imaging Development Systems.
© IDS Imaging Development Systems

Mit einer Besonderheit ist die Stereo-3D-Kamera »Ensenso N35« von Ensenso ausgestattet: Ihr Pattern-Projektor bietet die neue »FlexView«-Projektionstechnik, die die Auflösung der 3D-Punktewolke verdoppelt und so für genauere Objektkonturen, mehr Bilddetails und robustere 3D-Daten sorgt.

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Ensensos Stereo-3D-Kameras nutzen das »Projected-Texture-Stereo-Vision«-Verfahren: Sie haben jeweils zwei CMOS-Sensoren und einen Pattern-Projektor, der ein zufälliges Punktmuster auf das aufzunehmende Objekt projiziert. Das Muster ermöglicht Bildaufnahmen fast vollständig texturloser Oberflächen und funktioniert auch im Mehrkamerabetrieb. Der neue »FlexView«-Projektor der »Ensenso N35« lässt sich mittels Piezo-Mechanik auf einer voreingestellten Ebene um bis zu acht »Stufen« bewegen. Auf jeder »Stufe« wird dann ein Bildpaar mit versetztem Projektionsmuster erfasst; anschließend werden die Einzelaufnahmen zu einem einzigen Bild mit entsprechend höherer Auflösung der 3D-Punktewolke zusammengefasst.

Das Schwestermodell der »Ensenso N35«, das auf den Namen »Ensenso N30« hört, bietet keine »FlexView«-Projektionstechnik, aber ist ebenso wie die »Ensenso N35« für raue Umgebungsbedingungen ausgelegt. In Verbindung mit einem Harting-Push/Pull-Adapter und dem auf Wunsch erhältlichen Kabel erfüllen die Kameras die Schutzklasse IP65/67; die verschraubbaren GPIO-Steckverbinder für Trigger und Flash sorgen ebenfalls für Industrietauglichkeit.

Die beiden 3D-Kameras sind nur 175 x 50 x 52 mm groß und bieten eine Gigabit-Ethernet-Schnittstelle mit Power over Ethernet (PoE). Ausgestattet sind sie mit dem »EnsensoSDK«, das eine einheitliche Schnittstelle zu den Stereokameras bereitstellt. Die Hauptkomponenten des »EnsensoSDK« sind das »NxView«-Beispielprogramm und die »NxLib-Bibliothek«. Ab der aktuellen Version 1.3 unterstützt das »EnsensoSDK« alle Ensenso-3D-Kameras. Die Geräte sind jetzt auch für die vierte Generation von Intels i5/i7-Prozessoren optimiert, was unter anderem die Verarbeitungszeit um bis zu 50 Prozent reduziert. Der implementierte Log-Modus ermöglicht Aufnahmen in Szenen mit sehr hohem Dynamikumfang, was Reflexionen spiegelnder Oberflächen verringert. So eignen sich die Kameras auch zur 3D-Erfassung von Produkten aus Metall oder Edelstahl sowie für Anwendungen im Freien mit großem Hell-Dunkel-Unterschied.

Die 3D-Kameras werden vorkalibriert und inklusive MVTec-Halcon-Schnittstelle und objektorientierter API (C++, C#, .NET) ausgeliefert. Für Vertrieb und technischen Support ist der Industriekamera-Hersteller IDS Imaging Development Systems in Obersulm zuständig.


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