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25 Jahre MTM Power

»Wir sind kein Spezialausrüster für nur eine Branche«


Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Investition in die Distributionsschiene

Michael Peters, MTM Power
Michael Peters, MTM Power: »Unsere klare Wachstumsorientierung bis 2020 sieht ein Umsatzziel von rund 30 Millionen Euro vor.«
© MTM Power

Während das Leistungsspektrum bei den DC/DC-Wandlern aktuell von Kleinwandlern bis zu Modellen mit Ausgangsleistungen von 2 kW reicht, ist das Spektrum bei den AC/DC-Netzteilen beschränkter. Hier liegt die Obergrenze der Ausgangsleistungen derzeit bei rund 250 W. Für beide Gerätegruppen gilt: Bevor die Geräte in die Produktfreigabe kommen, haben sie bis zu zehn Tests hinter sich. Ein Aufwand, der sich auszahlt. Nach Darstellung von Peters liegt die Fehlerquote der MTM Power Geräte bei 0,01 Prozent. Stolz ist man in Mellenbach auch auf den erfolgreichen Re-Audit der DIN EN ISO 9001:2008 im Juli letzten Jahres. »Für uns ein gelebter Ausdruck unseres Anspruchs im Hinblick auf Qualität und Langlebigkeit unserer Produkte«, versichert Peters.

Seit dem Tod des Firmengründers, wird das Unternehmen von einem Geschäftsführer-Trio geleitet. Steffen Heinrich fungiert als Technischer Geschäftsführer, Dr. Mathias Ullrich als Kaufmännischer Geschäftsführer und Peters als Geschäftsführer Marketing&Vertrieb. Ihr Ziel ist es, das Unternehmen weiter auszubauen. Ihre Priorität liegt dabei auf organischem Wachstum. Peters hält in diesem Zusammenhang ein jährliches Wachstum von 10 Prozent durchaus für realistisch und möglich.

An eine Erweiterung der bestehenden Produktionskapazitäten wird derzeit nicht gedacht. Vielmehr will man bei sich entsprechend abzeichnender Auftragslage vom aktuellen Einschichtbetrieb, der eine Produktion von jährlich rund 300.000 Geräten ermöglicht, in den Zwei-Schicht-Betrieb übergehen. »Wir haben unsere Produktionsfläche zuletzt 2008 durch den Neubau einer Fertigungshalle, auf 5500 m2 verdoppelt«, erläutert Peters, »damit sind wir für die Herausforderungen der Zukunft absolut gut aufgestellt«.

So investiert das Unternehmen denn auch derzeit lieber in den Ausbau des Vertriebs. Das Thema Distribution wurde zwar in den letzten Jahren immer wieder diskutiert, letztlich hat man sich aber dagegen entschieden, massiv auf die Distributionsschiene zu setzen. »Hier macht aus unserer Sicht nur die Zusammenarbeit mit kleinen Partnern Sinn, die sich sehr gut mit unseren Produktprogramm und unseren entwicklungstechnischen Möglichkeiten auskennen«, stellt Peters klar, »parallel dazu bauen wir unsere eigene Vertriebsmannschaft aus«.

Um das für 2020 anvisierte Ziel, einer Umsatzgröße von 30 Millionen Euro zu erreichen, hält sich das Geschäftsführer-Trio, angesichts der zuletzt erfolgten Veränderungen und Übernahmen im Stromversorgungsbereich auch einen Zukauf offen. »Wenn sich hier eine Gelegenheit bietet, die wirklich zu unserer Ausrichtung und unserem Kerngeschäft passt«, versichert Peters, »würden wir so eine Chance durchaus ergreifen«. Wie so etwas gehen könnte, hat die Übernahme der Schiller electronic 2001 gezeigt, mit der MTM Power seine Bedeutung in der Bahntechnik deutlich ausgebaut hat.

Vor den Ankündigungen verschiedener nationaler und internationaler Wettbewerber, sich verstärkt im Bahnbereich engagieren zu wollen, ist dem Führungs-Trio in Mellenbach nicht bange. »Einigen von denen, die da jetzt in den Bahnbereich einsteigen, ist offenbar gar nicht klar, dass sie die Zertifikate, die sie für ihre Produkte ausstellen lassen, nach fünf Jahren auslaufen und wieder neu gemacht werden müssen«, schmunzelt Peters, »und nur weil ich eine Eingangsspannung von 110 V biete, heißt das noch lange nicht, dass es sich hier um einen Bahnwandler handelt«.

Peters amüsiert sich in diesem Zusammenhang auch darüber, dass manchmal die Größe der Frontendwandler von MTM Power gegenüber Printmodulen angesprochen wird: »Die Antwort darauf ist ganz einfach, die Wandler sind deshalb so groß, weil da schon alles drin ist, von den Filtern bis zur Kühlung«. Ein fit-and-forget-Produkt eben für den Kunden, für den neben dem Preis im Railway-Bereich eben immer noch die Zuverlässigkeit und Langlebigkeit einer Lösung im Fokus steht. Schließlich ist nichts schädlicher für das Betreiberimage im Bahnbereich, als Zugausfälle durch technische Defekte.

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