Schwerpunkte

Filterprüfstand für Atemschutzmasken

»Unsichere Masken gar nicht erst produzieren«

21. Juli 2021, 14:10 Uhr   |  Nicole Wörner

»Unsichere Masken gar nicht erst produzieren«
© Palas GmbH

Der von Palas entwickelte Filterprüfstand P-MFP inline 2300 kommt bei Univent in Villingen-Schwenningen zum Einsatz

Der von Palas entwickelte Filterprüfstand P-MFP inline 2300 prüft die Qualität des Filtermaterials für Atemschutzmasken direkt während der Produktion. Das erhöht die Sicherheit der Masken und reduziert Ausschuss, Zeit, Geld - und Ärger mit den Kunden.

Die Palas GmbH aus Karlsruhe stellt nicht erst seit Beginn der Pandemie Prüfstände zum Testen von Filtermaterialien her. Unzählige Masken wurden im letzten Jahr mit diesen Prüfständen auf ihre Qualität und die Durchlässigkeit getestet. Viele Masken sind dabei durchgefallen und schützen nicht ausreichend – lassen beispielsweise Partikel im Größenbereich von mit Viren-besetzten Aerosolen durch. Die Gefahr, sich dadurch mit Covid-19 zu infizieren, ist nicht nur für Menschen im alltäglichen Gebrauch höher, sondern besonders riskant bei medizinischem Personal.

Kontrolle jeder einzelnen Maske

Um die Qualitätskontrolle bei der Herstellung von Masken noch effektiver und sinnvoller zu gestalten, hat Palas den Filterprüfstand P-MFP inline entwickelt. Der bei der Firma Univent in Villingen-Schwenningen zum Einsatz kommende Prüfstand wird direkt in die schnelllaufende Produktionsstraße eingebaut. Dadurch werden nicht nur einzelne Stichproben der Endergebnisse kontrolliert, sondern es ist ein ständiges Qualitätsmonitoring über den gesamten Fertigungsprozess möglich.

Univent hat auch bisher das Filtermaterial bereits vor der Maskenherstellung kontrolliert – und so eine hohe Qualität sichergestellt. Nun wird jedoch jeder Millimeter der Filtermaterials bereits während des Fertigungsprozesses geprüft und bei Abweichungen ein automatisierter Alarm ausgelöst.

Ein weiterer Vorteil: Minderwertiges Filtermaterial kann direkt entfernt werden, so dass es zu weniger Ausschussware und Fehlproduktion kommt. Das spart Zeit und Geld.

Präzise Messtechnik

Das Palas-System arbeitet mit einem Salzaerosol in medizinischer Qualität und extrem niedriger Massekonzentration, wesentlich geringer als in Raumluft. Damit sind die hygienischen Voraussetzungen zur Produktion medizinischer Schutzmasken (FFP2) gegeben. Basierend auf dem Aerosolspektrometer Promo LED 2300 wird die Penetration für kleinste Partikel im virenrelevanten Bereich gemessen.

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