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Rückkehr zum Wachstumskurs erwartet

Strategische Neuausrichtung bei Kistler greift

05. März 2021, 13:36 Uhr   |  Nicole Wörner

Strategische Neuausrichtung bei Kistler greift
© Kistler

Rolf Sonderegger, CEO der Kistler-Gruppe: »Mit der 2019 begonnenen und nun vollzogenen strategischen Neuausrichtung sehen wir uns gut aufgestellt, neue Kundensegmente außerhalb des Automobilsektors zu durchdringen und zum Wachstumskurs zurückzukehren. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir ein leichtes Wachstum im mittleren einstelligen Bereich.«

Nach einen Corona-bedingt schwierigen Geschäftsjahr 2020 blickt Kistler vorsichtig optimistisch auf das laufende Jahr 2021. Mittelfristig rechnet der Konzern mit einer Rückkehr zum zweistelligen Wachstum - insbesondere resultierend aus dem China-Geschäft.

Der schrumpfende Automobilmarkt und der globale Abschwung durch die Corona-Pandemie haben sich auch auf die Kistler-Gruppe ausgewirkt, die über 70 % ihrer Erlöse bei den besonders stark betroffenen Automobilherstellern und -zulieferern erwirtschaftet: Der Umsatz sank 2020 um 22 % auf 361 Millionen Schweizer Franken (2019: 466 Millionen Schweizer Franken), bereinigt um Wechselkurseffekte ein Minus von 18 %.

Dennoch blickt das Unternehmen vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Mit der 2019 begonnenen und nun vollzogenen strategischen Neuausrichtung sieht sich Kistler gut aufgestellt, neue Kundensegmente zu gewinnen, Bereiche außerhalb des Automobilsektors noch stärker zu durchdringen und zum Wachstumskurs zurückzukehren.

»Das von der Corona-Pandemie geprägte Jahr 2020 ist überstanden, die umfangreichen Sparmaßnahmen greifen und wir haben wieder mehr Planungssicherheit«, so Rolf Sonderegger, CEO der Kistler-Gruppe. »Das Jahr 2021 wird für uns ein Jahr der Konsolidierung sein, in dem die neuen Strukturen gefestigt werden und ihre Wirkung entfalten. Wir erwarten ein leichtes Wachstum im mittleren einstelligen Bereich.«

China einer der umsatzstärksten Märkte der Kistler-Gruppe

Das Gesamtergebnis 2020 der Kistler-Gruppe zeigt, dass sich China zu einem der größten Märkte für das Unternehmen entwickelt. Hingegen lieferte der deutsche Markt ein enttäuschendes Ergebnis.

Neben dem Währungseffekt durch einen starken Franken liegen die Ursachen dafür in einander überlagernden Faktoren: Die Corona-Pandemie traf die Automobilindustrie mitten in einer umfassenden Transformationsphase. Sie verschärfte die Situation um die sinkende Nachfrage weiter.

Zudem wächst der Druck auf Verbrennungsmotoren durch CO2-Emissionsziele und geltende oder geplante Verbote von Verbrenner-Fahrzeugen in vielen Regionen der Welt. Nur aus China ist nach dem tiefen Einbruch anfangs 2020 seit dem Frühsommer eine deutliche Erholung zu erkennen, nicht zuletzt gefördert durch absatzsteigernde Maßnahmen der Regierung in Peking.

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1. Strategische Neuausrichtung bei Kistler greift
2. Erstmals in der Unternehmensgeschichte Stellenabbau nötig

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