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Gespanntes Warten bis Freitag

Ist die ams-Übernahme von Osram gelungen?

Firmensitz von ams in Premstätten.
Firmensitz von ams in Premstätten.
© ams

Osram hält jetzt genau 19,99 Prozent des Osram-Kapitals direkt – ob die Übernahme gelungen ist, wird erst am Freitag feststehen.

Wenige Stunden vor Auslauf des Angebots um 24 Uhr vergangene Nacht war ams von dem Ziel offenbar noch einiges entfernt. Auf der Website von ams vom Nachmittag des 1. Oktobers ist zu lesen, dass sich noch »signifikant« mehr Aktionäre für das »Endgültige Angebot« von ams entscheiden müssten, damit das Ziel bis 24.00 Uhr erreicht werden könne. ams hatte die verbleibenden Osram-Aktionäre deshalb aufgerufen, ihre Aktien bis Mitternacht einzureichen. Das Unternehmen hatte die Schwelle auf 62,5 Prozent gesetzt. Die Aktien von Osram wurden gestern rund 1 Euro unter dem  Angebot von ams in Höhe von 41 Euro gehandelt.

Wie das Rennen ausgegangen ist, steht voraussichtlich erst am Freitag fest, weil es laut einer Unternehmenssprecherin 48 Stunden dauern könne, bis der Clearing-Prozess durchlaufen ist und am Donnerstag der »Tag der deutschen Einheit« gefeiert wird.

Die direkte Beteiligung in Höhe von 19,99 Prozent gab ams ebenfalls in der Mitteilung wenige Stunden vor Verstreichen des Termins bekannt. »Die Beteiligungshöhe von 19.99 Prozent ist die von ams anvisierte maximale direkte Beteiligung an Osram, die ams aus regulatorischen Gründen vor dem Erhalt erforderlicher fusionskontrollrechtlicher und weiterer regulatorischer Freigaben nicht überschreiten wird«, teilte das Unternehmen weiter mit.

Bain Capital und die Carlyle Group hatten ein Angebot von 35 Euro je Aktie abgegeben. Weil Carlyle offenbar nicht erhöhen wollte, Bain aber schon, hatte sich der Investor nach einem anderen Partner umgesehen und ihn in Advent gefunden. Beide wollen ein deutlich höheres Angebot als die 41 Euro von ams abgeben, haben aber bisher noch nichts Konkretes vorgelegt.

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