Neue Messmodul-Serie von Elabo »Die Digitalisierung macht auch vor den Prüfstrecken nicht halt«

Dr. Mark Dolezal, Elabo: »Manche Anwender konnten die Zahl ihrer Prüfpläne von über 4000 auf unter 100 verringern. Das unterstreicht vielleicht mehr als viele andere Kennzahlen, wie nachhaltig sich Smart-Industry-Konzepte auch im Testsystembereich auf die Effizienz von Prozessen und Datenhaltungen auswirken.«
Dr. Mark Dolezal, Elabo: »Manche Anwender konnten die Zahl ihrer Prüfpläne von über 4000 auf unter 100 verringern. Das unterstreicht vielleicht mehr als viele andere Kennzahlen, wie nachhaltig sich Smart-Industry-Konzepte auch im Testsystembereich auf die Effizienz von Prozessen und Datenhaltungen auswirken.«

Moderne Prüfsysteme müssen nicht nur exakt reproduzierbare Messungen ermöglichen, sondern auch nahtlos in Smart-Industry-Lösungen integrierbar sein. Eine neue, für Sicherheitsprüfungen konzipierte Tester-Serie von Elabo bietet beides und reduziert zudem die Komplexität der Prüfplangestaltung.

Die Anforderungen an die Mess- und Prüftechnik verändern sich. Nur noch in kleineren Betrieben geht es heute um klassische Messgeräte, die am Arbeitstisch platziert und vom Techniker manuell bedient werden. Automobilzulieferer, aber auch Hersteller von Medizin- oder Haushaltsgeräten verlangen hingegen Testanlagen, die sich in automatisierte Produktionsstrecken integrieren lassen und dabei zugleich durch zentrale Industrie-4.0-Lösungen administriert werden können. »Die Digitalisierung macht auch vor den Prüfstrecken nicht halt«, fasst Dr. Mark Dolezal, Leiter des Geschäftsbereiches Testsysteme vom Crailsheimer Prüftechnik-Spezialisten Elabo, den aktuellen Trend zusammen. »Die Anwender erwarten zunehmend, dass sie ihre Prüfanlagen über einheitliche Benutzeroberflächen ihrer Wahl steuern können. Sie wollen Prüfparameter zentral vorgeben und ganze Prüfsequenzen exakt reproduzieren können. Das geht nur mit hochpräzisen, flexibel konfigurierbaren Testsystemen, die standardisierte Industrie-4.0-Schnittstellen besitzen. Alles andere hat langfristig gesehen keine Zukunft.«

Was auf Anhieb überzeugend klingt, ist in der Praxis leider noch kaum eingelöst. Der Markt für Testsysteme ist nach Dolezals Überzeugung auffallend arm an Lösungen, die den genannten Anforderungen tatsächlich gerecht werden. »Sofern die Systeme überhaupt Smart-Industry-fähig sind, sind häufig Präzisionsdefizite und fehlende Standardschnittstellen an der Tagesordnung«, so der Experte. Zudem mangele es an Testanlagen, deren Systemkomponenten getrennt verwaltet und so punktgenau an den Anwenderbedarf adaptiert werden könnten. Auch Elabo habe hier lange keine Ausnahme gemacht. »Dass sich Prüfgeräte zentral und zugleich unabhängig voneinander ansteuern lassen – das konnten wir allenfalls mit Einschränkungen bieten«, erinnert sich Dolezal. »Doch genau danach wurde immer häufiger gefragt.«

Flexibilität bei Testanlagenaufbau und Prüfsequenzen

Eine Antwort darauf gibt Elabo nun mit den kompakten Smart-Testing-Modulen, die für klassische Sicherheitsprüfungen wie Isolations- oder Schutzleiterprüfungen konzipiert sind und auf der electronica 2018 erstmals einem breiten Publikum vorgestellt wurden. Die Module weisen eine weit überdurchschnittliche Messgenauigkeit auf und sind mit anpassbaren Standardschnittstellen ausgerüstet.

Äußere Bedienelemente sind großteils nicht mehr vorhanden und beschränken sich auf gelegentliche Handstelltrafos; die übrige Konfiguration und Steuerung erfolgt über die Software-Suite Elabo Elution. Über diese Suite, die ihrerseits über offene Schnittstellen verfügt, lassen sich die Testmodule auch problemlos in übergeordnete Smart-Industry-Systemlösungen einbinden. Zudem stehen Gerätetreiber für speicherprogrammierbare Steuerungen, die Allzweck-Programmiersprache C# sowie teilweise für das grafische Programmiersystem LabView zur Verfügung.