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Sicherheitsbezogene Verarbeitung von 4- bis 20-mA-Signalen

Standard-Sensorik reicht aus

26. November 2014, 14:00 Uhr   |  Joachim Kroll

Standard-Sensorik reicht aus
© Phoenix Contact

Für sicherheitsbezogene Verarbeitung reicht eine Standard-Sensorik aus.

Sicherheit kostet. Wie viel sie kostet, das lässt sich aber beeinflussen. Zum Beispiel, indem man Standardkomponenten verwendet und auf bewährte Methoden aus der Praxis zurückgreift. Phoenix Contact hat ein Paket geschnürt, das analoge Messgrößen im standardisierten 4- bis 20-mA-Bereich sicher über Profinet in eine Steuerung einspeist.

Die „Safe AI Solution“ ist eine Automaiisierungslösung für Profinet-Applikationen, die sämtliche physikalischen Messgrößen im normierten Bereich von 4 bis 20 mA sicherheitsbezogen verarbeiten kann – und das prinzipiell auf Basis von Standard-Sensorik. Dazu muss der Kommunikationskanal des Profinet-Protokolls spezifische Diagnosemaßnahmen bieten, die per Funktionsbaustein für eine fehlersichere Übertragung sorgen. Mit der in Zusammenarbeit mit dem TÜV Rheinland zertifizierten Safe-AI-Lösung lassen sich je nach Konfiguration Sicherheitsfunktionen bis SIL 3 und PL e umsetzen. Auf diese Weise kann der Anwender selbst große Gefährdungspotenziale auf elegante Art absichern.

Mit der Safety-Steuerung RFC 470S PN 3TX lässt sich die funktionale Sicherheit zuverlässig in Profisafe-Netzwerke integrieren
© Phoenix Contact

Bild 1. Mit der Safety-Steuerung RFC 470S PN 3TX lässt sich die funktionale Sicherheit zuverlässig in Profisafe-Netzwerke integrieren.

Die Safe AI Solution besteht aus einer Funktionsbaustein-Bibliothek, die der Anwender im Zusammenspiel mit dem sicheren Engineering Tool SafetyProg und der Profisafe-Steuerung RFC 470S PN 3TX von Phoenix Contact integrieren muss (Bild 1). Die ebenfalls erforderliche I/O-Station setzt sich aus Komponenten der Produktfamilie Axioline zusammen, und zwar einer Profinet-Busklemme sowie zwei Analog-Eingangsmodulen und einem Analog-Ausgangsmodul.

Als Bestandteil des modularen I/O-Systems Axioline zeichnet sich die Analog-Eingangsbaugruppe AXL AI8 durch robustes Design, einfache Handhabung und kurze Reaktionszeiten aus
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Bild 2. Als Bestandteil des modularen I/O-Systems Axioline zeichnet sich die Analog-Eingangsbaugruppe AXL AI8 durch robustes Design, einfache Handhabung und kurze Reaktionszeiten aus.

Jedes Analogmodul verfügt über acht Kanäle. Während Sensoren zweikanalig angeschlossen werden müssen, lassen sich Aktoren ein- oder zweikanalig kontaktieren. Da bereits zwei der insgesamt 16 vorhandenen Eingangskanäle für die Diagnose benötigt werden, kann der Anwender 14 freie Eingangskanäle nutzen und somit Analogwerte über maximal sieben zweikanalige Sicherheitsfunktionen sicher verarbeiten (Bild 2).

Damit er die Safe-AI-Lösung zur sicherheitsbezogenen Analogwert-Verarbeitung auf Basis von nicht sicherheitsbezogenen Analog-Eingangsbaugruppen korrekt in seiner Applikation realisieren kann, muss der Anwender den Solution-Artikel „Safe AI“ bei Phoenix Contact ordern. Denn neben den aufgeführten Komponenten ist er elementarer Bestandteil der eigentlichen Safe AI Solution

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1. Standard-Sensorik reicht aus
2. Klärendes Gespräch notwendig
3. Kostenvorteile für den Maschinenbau

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