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Hochschule Konstanz modernisiert den Wi.-Ing.

12. August 2020, 10:20 Uhr   |  Corinne Schindlbeck

Hochschule Konstanz modernisiert den Wi.-Ing.
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Mehr Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Internationalität: Der Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen Elektro- und Informationstechnik (EIW) an der HTWG Hochschule Konstanz richtet sich auf Wunsch der Studierenden neu aus.

Die Entwicklungen in der Gesellschaft, in der Wirtschaft, der Austausch mit Unternehmen, aber auch das Feedback von Studierenden hätten die Neuerungen beeinflusst: „Unsere Studierenden wurden explizit ermuntert, sich mit Vorschlägen zur Weiterentwicklung des Studienprogramms einzubringen – davon wurde rege Gebrauch gemacht“, sagt Studiendekan Prof. Dr. Matthias Werner. Der nicht nur aufgrund von erstklassigen Karriereaussichten ohnehin sehr beliebte Studiengang werde hierdurch noch attraktiver.

Lehrveranstaltungen wurden etwa um Inhalte zur Nachhaltigkeit ergänzt bzw. besonders hervorgehoben, so zum Beispiel die Vertiefungsrichtungen „Sustainable Supply Chain Management“ und „Nachhaltige Energiewirtschaft“.

„Das Denken in (Wirtschafts-)Kreisläufen zur nachhaltigen Nutzung vorhandener Ressourcen ist ein nötiger Paradigmenwechsel, um nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Umwelt zu überlassen", sagt der Studiendekan.

Auch wurde das Querschnittsthema Digitalisierung im Curriculum weiter herausgearbeitet. Die digitale Transformation durchdringt alle Industrien, Branchen und Lebensbereiche der Gesellschaft. Die zunehmende internationale Verflechtung von Entwicklungs-, Produktions- und Dienstleistungsnetzwerken, aber auch die zunehmende Vernetzung innerhalb des Alltages zeigen die zentrale Bedeutung, die Digitalisierung mit sich bringt. „Wirtschaftsingenieure sind durch ihre interdisziplinäre Kompetenz die Gestalter des digitalen Wandels schlechthin“, betont Prof. Matthias Werner.

Insbesondere Absolventinnen und Absolventen des Wirtschaftsingenieurwesens haben in ihrer späteren beruflichen Tätigkeit zunehmend mit Projekten von internationaler Dimension zu tun, so der Fakultäten- und Fachbereichstag Wirtschaftsingenieurwesen e.V. Bei der Weiterentwicklung des Studiengangs EIW wird dieser Entwicklung an zwei Stellen Rechnung getragen: Mit dem Ausbau der englischsprachigen Lehrveranstaltungen wie auch der Förderung der Studierendenmobilität.

Aufgrund der zunehmenden Bedeutung internationaler Kompetenzen laufen an der HTWG die Vorbereitungen für einen weiteren Studiengang namens „Internationales Wirtschaftsingenieurwesen“, in dem noch mehr Veranstaltungen in englischer Sprache angeboten werden, der für ausländische Gaststudierende attraktiv sein wird und noch mehr Aspekte der internationalen Zusammenarbeit aufgreifen wird. Ein Wechsel zwischen den beiden Studiengängen EIW und EIW-International soll dann möglich sein.

Als strukturelle Veränderung wurde auf Wunsch der Studierenden die englischsprachige Veranstaltung „Project Management“ vom 7. ins 4. Semester verlegt, um internationale Projektmanagementkompetenzen bereits für das Praxissemester (im 5. Semester) nutzen zu können.

Der Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen Elektro- und Informationstechnik

Der siebensemestrige Studiengang startet zum Winter- und zum Sommersemester mit jeweils 40 Plätzen. Nach dem Praxissemester im 5. Semester legen die Studierenden im 6. und 7. Semester ihren individuellen Studienschwerpunkt mit der Wahl einer der Vertiefungsrichtungen Automatisierungstechnik, Digitalization Systems, Kommunikationstechnik im Bereich Technik bzw. mit der Wahl von Sustainable Supply Chain Management oder Nachhaltige Energiewirtschaft im Integrationsbereich des Wirtschaftsingenieurwesens fest.

Die Bewerbungsfrist für das kommende Wintersemester endet am 20. August.

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