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Bitkom-Umfrage

Startups warnen: ohne KI droht der Abstieg

01. August 2018, 10:49 Uhr   |  Corinne Schindlbeck

Startups warnen: ohne KI droht der Abstieg
© Oksana Stepanenko - 123RF

Ohne Künstliche Intelligenz und Datenanalysen ist der wirtschaftliche Erfolg deutscher Unternehmen bedroht, sagen 96 Prozent der deutschen Startups laut einer Umfrage. Startups sind Vorreiter beim KI-Einsatz.

Das ist das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 300 deutschen Startups.

Die Einschätzung der Gründer spiegelt sich auch in der Praxis wider. So geben 3 von 5 (60 Prozent) an, dass sie Big Data und Datenanalysen in ihrem Startup nutzen, 2 von 5 (43 Prozent) setzen Künstliche Intelligenz ein.

Und diese Zahlen dürften weiter steigen, denn jedes dritte Startup (33 Prozent) plant oder diskutiert den künftigen Einsatz von KI, jedes Vierte (25 Prozent) den von Big Data.

Zum Vergleich: In der Gesamtwirtschaft der Unternehmen ab 20 Mitarbeitern setzt nur rund jedes Vierte (28 Prozent) Datenanalysen ein und sogar nur 3 Prozent KI. Auch die entsprechenden Planungen sind zurückhaltender als bei Startups. So wollen zwar 29 Prozent künftig Daten analysieren, aber gerade einmal 8 Prozent wollen KI nutzen.

“Unter Startups gibt es offenbar keine zweite Meinung: Ohne den Einsatz von Künstlicher Intelligenz werden wir künftig keinen wirtschaftlichen Erfolg haben. Die Politik, aber auch etablierte Unternehmen sind gut beraten, sich diese Einschätzung zu Herzen zu nehmen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Wir begrüßen sehr, dass die Bundesregierung bei Künstlicher Intelligenz einen Schwerpunkt ihrer Technologie- und Wirtschaftspolitik setzen will. Jetzt ist wichtig, dass es schnell geht, zügig Programme entwickelt und dann umgehend von der Politik in die Praxis umgesetzt werden.“

Berg weiter: „Revolutionäre Technologien wie KI einzusetzen, ist für viele etablierte Unternehmen nicht einfach. Oft stehen dem über Jahre und Jahrzehnte gewachsene Strukturen entgegen. Eine Antwort kann lauten: Kooperation mit Startups. Sie bringen innovative Technologien und neue Ideen mit – und können helfen, frischen Wind durch die Unternehmen zu blasen.“

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