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Forschungsprojekt zu Quantencomputing

Infineon steuert Know-how für industrielle Fertigung bei

Infineon Quantencomputing
Visualisierung eines Quantenprozessors basierend auf supraleitenden Qubits.
© Chris Hohmann

Gemeinsam mit fünf Forschungseinrichtungen will Infineon die Entwicklung und Industrialisierung des Quantencomputings vorantreiben. In das Verbundprojekt sollen Infineons Expertise in der industriellen Herstellung von Spezialhalbleiterchips sowie aus Ansätzen des Quantencomputing einfließen.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 14,5 Millionen Euro geförderte Projekt »Deutsche Quantencomputer auf der Basis von supraleitenden Qubits« soll innerhalb von vier Jahren einen zukunftsweisenden Quantenprozessor auf der Basis supraleitender Qubits entwickeln und seine besonderen Fähigkeiten an einem Prototyp demonstrieren. Dafür arbeiten Wissenschaftler*innen vom Walther-Meißner-Institut (WMI) der Bayerischen Akademie der Wissenschaften mit der Technischen Universität München, dem Karlsruher Institut füt Technologie (KIT), der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg (FAU), dem Forschungszentrum Jülich (FZJ) und dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik (IAF) sowie Infineon zusammen.

»Das Quantencomputing ist so weit, dass wir es jetzt aus der Wissenschaft in die praktische Anwendung bringen müssen«, meint Sebastian Luber, Senior Director Technology & Innovation bei Infineon. »Dafür sind jedoch Verbesserungen der Eigenschaften von Quantenprozessoren erforderlich und ihre industrielle Fertigung muss möglich werden. Die Kunst liegt darin voranzuschreiten, auch wenn noch nicht klar ist, welche Technologie am besten geeignet ist.« Infineon bringt in das Projekt sein Know-how als Halbleiterhersteller mit hoher Kompetenz in Skalierung und Fertigungsprozessen ein. Das Unternehmen hat bereits einen neuartigen Ionenfallen-Quantenprozessorchip in Zusammenarbeit mit Experimentalphysikern der Universität Innsbruck entwickelt und kooperiert mit weiteren Partnern, um die Grundlagen für die Verbreitung und Anwendung von Quantentechnologien zu legen.

Weichenstellung für europäisches Wertschöpfungspotenzial

»Wenn wir in Deutschland und Europa bei dieser Zukunftstechnologie nicht allein von amerikanischem oder asiatischem Wissen abhängig werden wollen, müssen wir jetzt mit der Industrialisierung voranschreiten«, erklärt Luber. Noch stehen das Quantencomputing und seine breitere Anwendung am Anfang. Jetzt werden die Weichen gestellt, wer im technologischen Wettbewerb mit eigenem Know-how der Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft eine neue Dimension eröffnet.

Das Wertschöpfungspotenzial der Anwendung von Quantencomputing liegt um ein Vielfaches höher als in der Technologie selbst. Das Verbunsprojekt legt den Grundstein für die Umsetzung der aktuellen Bundesinitiative zum Bau eines Quantencomputers »made in Germany«. Im engen Zusammenspiel zwischen Wissenschaft und Industrie soll ein deutschlandweites Netzwerk für supraleitende Qubits entstehen.


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