Computing-Infrastruktur

Arm stellt neue Neoverse-Plattformen vor

20. Oktober 2022, 7:00 Uhr | Tobias Schlichtmeier
CPU
© Shuo | stockadobe.com

Arm erweitert seine Neoverse Roadmap um Neoverse V2 – Codename: »Demeter«. Neoverse V2 ist der neue Arm-Kern für Cloud,- HPC und Hyperscale Workloads. Er soll für Anwendungen rund um Cloud, 5G, HPC und Edge Computing eine noch höhere Energieeffizienz bei verbesserter Leistung bieten.

Die Nachfrage nach Daten nimmt täglich weiter zu, von 5G über die Cloud bis hin zu Smart Cities. Um den Anforderungen gerecht zu werden, muss die Cloud-Infrastruktur von morgen die kommenden Datenmengen sowie immer komplexere Arbeitslasten bewältigen. Dabei gleichzeitig die Energieeffizienz steigern und den CO2-Fußabdruck minimieren. Aus dem Grund setzt die Branche zunehmend auf Neoverse-Plattformen von Arm.

Neue Rechenkerne für große Workloads

Das Neoverse-Portfolio ermöglicht es Unternehmen, auf Basis von Arm CPUs Applikationen zu entwickeln, die wettbewerbsfähig sind und die stetig steigenden Marktanforderungen erfüllen. Arm ergänzt sein Portfolio nun um einen neuen Rechenkern der V2-Serie – Neoverse V2 »Demeter«. Er nutzt den Arm CMN-700 Mesh Interconnect und verbessert die Sicherheitsanforderungen von Arm v9. Gerade Hyperscale- und HPC-Anwender möchten ihre Leistung weiter steigern – bei noch besserer Energieeffizienz.

Bereits heute arbeiten mehrere Partner an Designs, die auf Neoverse V2 basieren. Einer von ihnen ist Nvidia, das V2 als Rechengrundlage für seine Grace-Rechenzentrums-CPU einsetzt. Grace soll die Energieeffizienz von V2 mit der Energieeffizienz eines LPDDR5X-Speichers kombinieren. Hiermit möchten die Unternehmen im Vergleich zu Servern mit herkömmlichen Architekturen die doppelte Leistung pro Watt erzielen.

Weiterhin gab Arm bekannt, seine N-Serie zu erweitern und im Jahr 2023 auf den Markt zu bringen. Sie soll die derzeit verfügbare N2-CPU in Punkto Leistung und Energieeffizienz nochmals übertreffen. Auch die E-CPU-Serie möchte Arm weiter verbessern und ausbauen. Zum Beispiel mit der E2-Plattform, die die Cortex-A510-CPU mit der Neoverse CMN-700- und N2-Backplane kombiniert. Neoverse CPUs sollen die Leistungsaufnahme reduzieren und die gestiegenen Rechenanforderungen moderner Workloads bedienen. Jedoch ist es mit Rechenkernen alleine nicht getan.

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Neoverse Plattformen
Arms V-, N- und E-Serie im Vergleich.
© Arm

Cloud Software auf Arm-Plattformen

Cloud-Anwendungen sind auf Microservices aufgebaut, die über APIs kommunizieren und die Vorteile moderner Softwareentwicklungs-Tools und -Techniken nutzen. Hierzu zählen Container und Continuous-Delivery-Technologien mit DevOps und agilen Methoden.

Da viele große Cloud-Anbieter Arm-basierte Instanzen verwenden, arbeitet das Unternehmen mit Cloud-Partnern zusammen, um Software-Infrastrukturen, Frameworks und Workloads zu optimieren. Hierzu zählen Projekte wie Kubernetes, Istio und mehrere CI/CD-Tools zum Bereitstellen nativer Builds für die Arm-Architektur. So hat Arm zum Beispiel Frameworks für maschinelles Lernen wie TensorFlow und Cloud-Software-Workloads wie Open-Source-Datenbanken, Big Data und Analysen verbessert. Zudem arbeitet Arm mit Plattformen wie AMBA CHI, UCIe und CXL zusammen, um Kunden weitere Möglichkeiten hinsichtlich Cloud- und Ege-Applikationsentwicklung zu bieten.

Kundenspezifische Applikationen von Cloud bis Edge

Arm Neoverse-basierte Plattformen öffnen neue Türen für das Cloud Computing. Einerseits bieten sie skalierbare Effizienz sowie Freiheitsgrade für Innovationen. Aus dem Grund bietet Arm seine Cloud-Instanzen für Neoverse CPUs an. Beispielsweise sind im 5G-RAN-Bereich und der drahtlosen Infrastruktur hohe Leistungen bei geringer Leistungsaufnahme möglich. Das ermöglicht es Partnern, Produkte für Anwendungen anzupassen, die von kleinen Zellen über Makrozellen bis hin zu privaten Netzwerken reichen. Über das »5G Solutions Lab« arbeitet das Unternehmen mit 5G-Partnern wie Dish Wireless, Google Cloud oder Vodafone zusammen, um 5G-End-to-End-Netzwerke auf Arm zu beschleunigen.

Mehr als 230 Milliarden verkaufte Arm-basierte Chips sprechen für sich. Mit der neuen Neoverse Roadmap möchte das Unternehmen an die Erfolge anknüpfen und dort weitermachen, wo man aufgehört hat.


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