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Zweites EU-Großprojekt

IC-Produktion soll deutlich steigen

Peter Altmaier will den Bau neuer Fabs für die IC-Fertigung - im Bild das Werk in Dresden, das Bosch im Juni dieses Jahres eingeweiht hat - deutlich beschleunigen.
Peter Altmaier will den Bau neuer Fabs für die IC-Fertigung - im Bild das Werk in Dresden, das Bosch im Juni dieses Jahres eingeweiht hat - beschleunigen.
© Bosch

Wirtschaftsminister Peter Altmaier will auch angesichts von Lieferengpässen die Produktion von ICs in Deutschland deutlich ausweiten.

Ziel sei es, mehr technologische Souveränität zu erlangen und Abhängigkeiten zu verringern, sagte der Altmaier am Mittwoch in Berlin. Europas Marktanteil an der weltweiten Chipproduktion solle bis 2030 auf 20 Prozent verdoppelt werden.

Altmaier traf sich mit Vertretern von rund 50 Unternehmen der Mikroelektronikbranche. Viele Firmen würden gerne investieren, so der Minister. Geplant ist ein zweites europäisches Großprojekt. Die Bundesregierung hat dafür im Haushalt laut Altmaier bisher rund drei Milliarden Euro an Fördermitteln eingeplant. Diese Summe könne aber nach Bedarf auch steigen auf fünf bis zehn Milliarden Euro.

2018 war bereits ein erstes gemeinsames europäisches Projekt zur Mikroelektronik gestartet. Die Bundesregierung unterstützt hier 18 beteiligte deutsche Unternehmen bis 2023 mit insgesamt bis zu 1 Mrd. Euro dabei, moderne Chip-Fabriken zu errichten. Dies sei ein wichtiger Schritt, um weltweite Marktanteile zu konsolidieren, sagte Altmaier. Ohne weitere Anstrengungen würde der Anteil aber schrumpfen, weil die Produktion weltweit steige.


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elektroniknet, dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH