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Die Nvidia-Geschäfte laufen gut

Grafikkarten und Rechenzentren sorgen für Schub

25. Februar 2021, 07:58 Uhr   |  dpa, Newsdesk st

Grafikkarten und Rechenzentren sorgen für Schub
© Wrangler/stock.adobe.com

Einige Grafikkarten von Nvidia sind derzeit schwer zu bekommen - unter anderem weil damit Kryptowährung wie Bitcoin produziert werden kann. Die Firma versucht, gegenzusteuern. Unterdessen läuft auch das Geschäft mit Rechenzentren auf Hochtouren.

Die hohe Nachfrage nach Technik für Rechenzentren und Grafikkarten lässt das Geschäft von Nvidia weiter rasant wachsen. In den vergangenen drei Monaten sprang der Umsatz im Jahresvergleich um 61 Prozent auf 5 Mrd. Dollar hoch. Der Gewinn stieg in dem Ende Januar abgeschlossenen vierten Geschäftsquartal um gut 53 Prozent auf rund 1,46 Mrd. Dollar (1,2 Mrd. Euro), wie Nvidia nach US-Börsenschluss am Mittwoch mitteilte.

Der Gaming-Bereich mit dem Grafikkarten-Geschäft blieb der größte Erlösbringer von Nvidia mit einem Quartalsumsatz von 2,5 Mrd. Dollar - 67 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Karten sind nicht nur bei Videospielern gefragt, sondern auch zur Produktion der Kryptowährung Bitcoin.

Der Bitcoin-Kurs war in den vergangenen Monaten stark gestiegen, so dass das »schürfen« des Digitalgeldes am Computer wieder attraktiver wurde. Nach dem Ende eines früheren Bitcoin-Booms hatte Nvidia mit Überkapazitäten zu kämpfen. Diesmal versucht die Firma, frühzeitig gegenzusteuern: Bei einem neuen Grafikkarten-Modell wird die Kryptowährungs-Produktion blockiert, während Nvidia einen speziellen Chip dafür ankündigte. Es werde aber einige Zeit dauern, bis sich die Trennung der zwei Einsatzszenarien durchsetze, räumte Nvidia-Chef Jensen Huang in einer Telefonkonferenz mit Analysten ein.

Nvidias Geschäft mit Rechenzentren wuchs im Jahresvergleich um 97 Prozent auf 1,9 Mrd. Dollar. Die Grafikkarten-Technologie von Nvidia eignet sich gut für Anwendungen auf Basis von maschinellem Lernen - die zum Beispiel bei der Bildbearbeitung immer breiter eingesetzt werden.

Der Umsatz im Autogeschäft sank im Jahresvergleich um 11 Prozent auf 145 Mio. Dollar. Nvidia beliefert die Autobranche mit Elektronik und entwickelt zugleich eine Plattform zum autonomen Fahren. Unter den Partnern sind Mercedes-Benz und der von Amazon übernommene Robotaxi-Entwickler Zoox.

Die Nvidia-Aktie verlor im nachbörslichen Handel zeitweise rund 2 Prozent, da Anleger eine Abkühlung im Geschäft mit Rechenzentren befürchten.

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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH, NVIDIA Corporate