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Umsatz gestiegen, 7 nm abermals verzögert

24. Juli 2020, 08:04 Uhr   |  Iris Stroh

Umsatz gestiegen, 7 nm abermals verzögert
© Wrangler/stock.adobe.com

Intel hat im zweiten Quartal einen Umsatz von 19,7 Mrd. Dollar erzielt, 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei legte der Umsatz im Bereich Datenzentren um 34 Prozent zu, der Umsatz im PC-Umfeld stieg um 7 Prozent.

Die Bruttomarge belief sich im zweiten Quartal auf 53,3 Prozent, der Nettogewinn wurde mit 5,1 Mrd. Dollar beziffert. Bob Swan, CEO von Intel, erkälrt: »Es war ein ausgezeichnetes Quartal, das unsere Erwartungen hinsichtlich der anhaltend starken Nachfrage nach Rechenleistung zur Unterstützung von Cloud-basierten Diensten, einer Work- und Learning-at-Home-Umgebung und dem Ausbau von 5G-Netzwerken weit übertroffen hat.«

Der Umsatz im Bereich Datenzentren setzt sich durch mehrere Segmente zusammen. Am stärksten stieg dabei das Ergebnis der »Data Center Group« (DCG). Sie konnte ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 43 Prozent auf 7,1 Mrd. Dollar steigern, wobei der Umsatz mit Cloud-Service-Anbietern im Vergleich zum Vorjahr sogar um 47 Prozent zunahm. Das ebenfalls zu diesem Bereich gehörende Speichergeschäft (NSG) konnte im Quartal mit einen neuen Umsatzrekord (1,7 Mrd. Dollar) aufstellen. Die PSG (Programmable Solution Group, ehemals Altera) erzielte einen Umsatz von 501 Mio. Dollar, zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Schlechter hingegen liefen die Geschäfte im Internet of Things: Der dazugehörige IOTG-Umsatz sank um 32 Prozent auf 670 Mio. Dollar. Der Mobileye-Umsatz ging um 27 Prozent zurück. Intel betont aber, dass Mobileye neue ADAS-Designs gewinnen konnte und das in einem derzeit schwierigen wirtschaftlichen Umfeld.

Das Umsatzplus im PC-Bereich von 7 Prozent ist auf die stärkere Nachfrage nach Notebooks zurückzuführen, die aufgrund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Veränderungen wie Home-Office und Home-Schooling auch im zweiten stark nachgefragt wurden. Dafür ging allerdings die Nachfrage nach Desktop-PCs zurück.

Die Einführung von 7-nm-basierten CPUs soll sich laut Unternehmensangabe im Vergleich zu früheren Erwartungen noch einmal um etwa sechs Monate nach hinten verschieben, die Ausbeute ist immer noch nicht gut genug. Dafür soll der Übergang zu 10-nm-Produkten in diesem Jahr mit steigenden Volumina und einer starken Nachfrage nach einer erweiterten Produktpalette forciert werden. Dazu zählt Intel das wachsende Portfolio von 10-nm-basierten Intel Core-Prozessoren (»Tiger Lake« soll demnächst auf den Markt kommen) sowie die erste 10nm-basierte Server-CPU »Ice Lake«, die für Ende dieses Jahres geplant bleibt. In der zweiten Hälfte des Jahres 2021 erwartet Intel die Auslieferung einer neuen Linie von Client-CPUs (Codename »Alder Lake«), die die erste 10-nm-basierte Desktop-CPU und eine neue 10-nm-basierte Server-CPU (Codename »Sapphire Rapids«) umfassen wird.
 

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