KI auf Nvidia-Basis

OpenShift 4.10 von Red Hat mit neuen Funktionen

28. März 2022, 12:31 Uhr | WEKA FACHMEDIEN, Newsdesk
Nvidia AI Enterprise 2.0
© Nvidia

Red Hat stattet die neue Version 4.10 von OpenShift mit neuen Funktionen für KI-Applikationen aus. Zusammen mit der Zertifizierung für AI Enterprise 2.0 von Nvidia soll damit die Entwicklung von KI-Anwendungen schneller und effizienter werden.

Mit OpenShift 4.10 will Red Hat die Bereitstellung von KI-Anwendungen in hybriden Clouds beschleunigen. Mit den Verbesserungen, zu denen die Zertifizierung für den Einsatz der Plattform mit AI Enterprise 2.0 von Nvidia zählt, hilft OpenShift 4.10 Unternehmen, KI-Applikationen zuverlässig auszurollen, zu verwalten und zu skalieren.

Wollen Unternehmen KI und maschinelles Lernen in ihre Cloud-nativen Anwendungen integrieren, benötigen sie eine agile, flexible und skalierbare Plattform für die Entwicklung und schnelle Produktivstellung der Machine-Learning-Modelle und KI-Anwendungen. Red Hat bietet mit OpenShift das Fundament dafür und macht es mit der neuen Version 4.10 noch einfacher, KI-Aufgaben zur Kubernetes-Plattform hinzuzufügen.

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Schnellere Einführung von KI-Innovationen

Unternehmen haben mit der neuen Version 4.10 die Möglichkeit OpenShift von Red Hat auf Nvidia-zertifizierten Systemen einzusetzen, entweder mit Enterprise AI von Nvidia oder mit DGX A100 von Nvidia, die bereits zuvor unterstützt wurde. Dadurch können sie den MLOps-Lebenszyklus – inklusive Data Engineering, Analytics, Training, Software-Entwicklung und Entscheidungsfindung – auf einer einheitlichen und einfach zu implementierenden KI-Infrastruktur konsolidieren. Darüber hinaus erlauben es die integrierten DevOps- und GitOps-Funktionen von OpenShift, KI-gestützte Anwendungen im Rahmen von Continuous Delivery schneller bereitzustellen.

Mit der Zertifizierung von OpenShift für AI Enterprise von Nvidia ergänzt Red Hat die bereits für Red Hat OpenShift Data Science angekündigte Unterstützung von Nvidia-GPUs.

Red Hat setzt mit OpenShift 4.10 die Erweiterung der Plattform fort, um ein breites Spektrum an Cloud-nativen Workloads in der offenen Hybrid Cloud zu unterstützen und es Unternehmen zu ermöglichen, ihre KI- und ML-Workloads in verschiedenen Umgebungen auszuführen. Die neueste Version 4.10 von OpenShift unterstützt weitere Public Clouds und Hardware-Architekturen, sodass Unternehmen ihre Entwicklung so einfach und konsistent wie möglich gestalten und flexibel entscheiden können, wo Anwendungen laufen.

Zu den wichtigsten neuen Funktionen und Fähigkeiten von OpenShift 4.10 zur beschleunigten Einführung von KI- und Machine-Learning-Workloads zählen:

  • IPI-Support (Installer Provisioned Infrastructure) für Azure Stack Hub sowie – als Technology Preview – für Alibaba Cloud und IBM Cloud. Anwender können somit den IPI-Prozess für eine vollständig automatisierte, integrierte Ein-Klick-Installation von OpenShift 4 nutzen.
  • Betrieb auf ARM-Prozessoren. Die Unterstützung für ARM-Prozessoren ist auf zwei Arten verfügbar: vollständig automatisiert mit IPI für AWS (Amazon Web Services) und als Bare Metal UPI (User Provisioned Infrastructure) auf bestehender Infrastruktur. Letzteres bietet die gleiche Nutzererfahrung wie OpenShift auf AWS, unterstützt durch die neuesten ARM-Instanzen.
  • Verfügbar für LaunchPad von Nvidia. LaunchPad von Nvidia bietet freien Zugang zu kuratierten Labs für IT- und KI-Profis, in denen sich Systeme mit Nvidia-Beschleunigern und Nvidia-Software nutzen lassen. Unternehmen können so praktische Erfahrungen rund um die Konfiguration, Optimierung und Orchestrierung von Ressourcen für KI- und Data-Science-Workloads mit AI Enterprise von Nvidia sammeln.

Neue Profile für Compliance

Um Unternehmen bei ihren Programmen zur Umsetzung regulatorischer Anforderungen zu unterstützen, stattet Red Hat OpenShift 4.10 mit drei neue Compliance-Profile aus. Diese ermöglichen es, einen Cluster auf Compliance zu überprüfen und die erkannten Probleme zu beheben. Die drei neuen Profile umfassen:

  • den Payment Card Industry Security Standard (PCI DSS) – ein Set von Sicherheitsstandards, das Unternehmen hilft, Kreditkarteninformationen zuverlässig zu akzeptieren, zu verarbeiten, zu speichern und zu übertragen,
  • die North American Electric Reliability Corporation Critical Infrastructure Protection (NERC CIP) – eine Reihe von Anforderungen rund um den sicheren Betrieb des nordamerikanischen Stromnetzes,
  • die Stufe »Moderate« des Federal Risk and Authorization Management Program (FedRAMP), das Standards für die Cloud-Sicherheit bei US-Bundesbehörden im Umgang mit kontrollierten, nicht klassifizierten Informationen vorgibt.

Darüber hinaus sind mit OpenShift 4.10 nun Sandboxed-Container allgemein verfügbar. Diese Container bieten eine zusätzliche optionale Schutzschicht für die Isolation von Applikationen mit strengen Sicherheitsanforderungen auf Anwendungsebene. Weitere Verbesserungen erleichtern die Installation von nicht verbundenen OpenShift-Clustern beziehungsweise Clustern mit Air-Gap. Dadurch können Unternehmen gespiegelte OpenShift-Images leichter verwalten und stets aktuell halten, als würden sie sich in einem verbundenen Cluster befinden.


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