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3 Fragen an Norbert Hauser, Kontron

Innovationen gesucht

12. März 2021, 07:30 Uhr   |  Tobias Schlichtmeier

Innovationen gesucht
© Kontron

Norbert Hauser ist Vice President Marketing bei Kontron.

Kürzlich hat Kontron auf der embedded world seine neuen Produkte vorgestellt. Im Fokus standen dabei COM-HPC sowie ganzheitliche Digitalisierungslösungen. Um die Digitalisierung weiter voranzutreiben, werden innovative Embedded-Anwendungen benötigt.

Herr Hauser, wie sehen Sie die Entwicklungen im Bereich High-Performance-Computing (HPC)?

Es gibt viele verschiedene Anwendungen, welche HPC-Plattformen heute oder zukünftig benötigen. Je nach Anwendung werden unterschiedliche Anforderungen an HPC gestellt, zum Beispiel mehr Rechenleistung, größere Bandbreite oder höherer Datendurchsatz. Mit COM Express Typ 7 können heute bereits viele HPC-Anwendungen im Client-Bereich umgesetzt werden.

Zukünftig wird jedoch aus meiner Sicht COM-HPC eine der führenden Plattformen für HPC werden – sowohl für Client- als auch für Server-Anwendungen. Inzwischen wurde die Spezifikation für die insgesamt fünf Formfaktoren von der PICMG freigegeben. Bei Kontron sind wir bereits am Entwickeln eines COM-HPC Server Moduls Typ D sowie einem entsprechenden COM-HPC Carrier und planen, diese im dritten Quartal auf den Markt zu bringen. Weitere COM-HPC-Module – auch für Client-Anwendungen – werden folgen.

Die Einsatzgebiete sind vielseitig, beispielsweise im Communication Edge bei 5G/10G-Anwendungen oder im Intelligent Edge der Automatisierung. Hier wandern neben der Workload-Konsolidierung immer mehr Aufgaben von der Cloud in das Edge. Das gilt ebenso für die Bereiche Medizin, Messen und Testen oder autonome Fahrzeuge.

Wie hilft »SUSiEtec« Entwicklern beim Implementieren von KI-Anwendungen?

SUSiEtec fokussiert sich beim Thema KI auf Anwendungen, die dem Kunden einen konkreten Mehrwert bieten. Zentrales Element ist hierbei das softwareseitige Implementieren beziehungsweise Optimieren neuronaler Netze. Wir unterstützen unsere Kunden jedoch genauso mit Optionen wie KI-Cloud-Computing und KI-Beschleunigern. Hierbei sind Praxistauglichkeit und Total Cost of Ownership die bestimmenden Rahmenbedingungen. Die Mehrzahl unserer Anwendungen arbeitet mit KI, zwangläufig jedoch nicht sichtbar für den Kunden.

Dieser Philosophie folgen ebenso unsere Softwarebibliotheken: Zum Beispiel, wenn ein Kunde etwas tiefer einsteigen und auf unsere Komponenten seine eigene Anwendung setzen möchte. Sie sind in C++ geschrieben und können daher sehr effizient mit der vorhandenen Rechenleistung umgehen. Daneben können sie jedoch ebenso aus Hochsprachen wie ».Net« oder »Java« heraus angesprochen werden.

Was gibt es noch zu sagen?

Corona hat die digitale Transformation in allen Bereichen erheblich beschleunigt. In dem Zuge werden innovative Embedded/IoT-Anwendungen sowohl im Hardware- als auch im Softwarebereich benötigt. Wir wollen unsere Kunden, vor allem den Mittelstand, bei der Umsetzung ihrer Anwendungen unterstützen. Hierfür sehen wir es als essenziell, nicht nur Technologien und Produkte, sondern auch kompetente Beratung aus einer Hand anzubieten.

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