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Kundenspezifische Embedded-Systeme

13. Oktober 2020, 16:00 Uhr   |  Markus Haller

Kundenspezifische Embedded-Systeme
© Von Gorodenkoff | Shutterstock.com

Advantech wurde 1983 in Taiwan gegründet und ist seitdem stark gewachsen. Heute sind rund 550 Mitarbeiter in Europa beschäftigt.

Bei München betreibt Advantech sein Europäisches Kompetenz- und Entwicklungszentrum. Hier entstehen kundenspezifische Embedded-Systeme für Auftraggeber aus ganz Europa. Gearbeitet wird nach dem 3S-Prinzip.

In Germering bei München steht Advantechs Kompetenz- und Entwicklungszentrum. Hier ist die Abteilung DMS angesiedelt, in der Entwicklungsaufträge für Kunden aus ganz Europa koordiniert werden und zusammenlaufen. DMS steht für Design & Manufacturing Services. Angeboten werden kundenspezifisch entwickelte Embedded-Systeme für ein breites Segment an Zielmärkten – von der Medizintechnik über Smart-City- und IoT-Anwendungen bis zu industriellen Speichersystemen. Hinzu kommen Dienstleistungen wie die Integration von KI- und AIoT-Systemen.

3S-Prinzip

Als großen Vorteil für die Kunden nennt Advantech das breite Portfolio aus Technik und Produkten, aus dem für eine individuelle Entwicklung geschöpft werden kann. Aus der in Germering zentralisierten Entwicklungskompetenz des 8000 Mitarbeiter starken Konzerns ergeben sich laut Peter Marek, Senior Director EIoT bei Advantech Europe und Leiter des Kompetenzzentrums, weitere Vorteile: »Unsere Kunden profitieren von kürzeren Entwicklungszeiten, geringerem Risiko und niedrigeren Kosten.«

Bei der Entwicklungsarbeit setzt Advantech auf Kudennähe. Den Ansatz könnte man als 3S-Prinzip bezeichnen: Same time zone, same language, same culture. Dafür werden mehr als 20 Programm-Manager und Projektleiter im DMS beschäftigt.

Zugriff auf aktuelle Halbleitertechnik

Advantech beschäftigt rund 550 Mitarbeiter in Europa. Die kundenspezifische Entwicklung läuft im Design & Manufacturing Service am Standort in Germering bei München zusammen.
© Advantech

Advantechs kundenspezifische Entwicklung von Embedded-Systemen läuft europaweit im Design & Manufacturing Service am Standort in Germering bei München zusammen.

Die Leistung von Embedded-Systemen wird maßgeblich von der Halbleitertechnik bestimmt. Und die ist sehr kurzen Innovationszyklen unterworfen. Eine große Frage bei Entwicklungsprojekten lautet daher: Wie schnell können die Fortschritte der Halbleiterhersteller an den Kunden weitergegeben werden? Hier unterhält Advantech nach eigenen Angaben strategische Partnerschaften mit allen namhaften Herstellern von Prozessoren und SoCs und bietet ein Programm namens »Early Access Design« an, um durch schnellen Zugriff auf neueste Halbleiter-Entwicklungen einen Wettbewerbsvorteil zu bieten.

Hardware, BIOS und Firmware

Ursprünglich lag der Fokus des Unternehmens auf einzelnen Hardware-Komponenten. Mittlerweile gehe die Technologiebasis längst »weit über Prozessorbaugruppen hinaus«, sagt Peter Marek. Kunden werden bei der Auswahl der passenden Siliziumplattform beratend unterstützt und auch weit in die Ebene der Systemarchitektur hinein. Neben der Hardware und einem mechanischen und thermischen Co-Design werden auch Entwicklungen für BIOS und Firmware umgesetzt mit Softwareprogrammierung für Windows, Linux- und Android.

Qualitätssicherung

Ab Entwicklung wird durch eine Design Quality Assurance die Güte des Designs überwacht. Für die Steigerung der Produktionseffizienz und -Qualität wurden spezialisierte Arbeitsgruppen gegründet, die außerdem die Rückverfolgbarkeit der Produkte gewährleisten sollen. Für Langzeitverfügbare Produkte wurde ein Industrial-Lifecycle-Management etabliert. Zertifiziert sind die Entwicklungs- und Produktionseinrichtungen mindestens nach den (Pflicht)normen für Qualitätsmanagement ISO 9001 und ISO 14001. Einige Einrichtungen sind zusätzlich qualifiziert z.B. nach dem Qualitätsstandard für Telekommunikation TL9000 sowie der Norm für die Entwicklung von Medizinprodukten ISO 13485 und der Norm für Test- und Kalibrierlabore ISO 17025.

Große Marktstudie

Fragen rund um kundenspezifische Entwicklungen sind auch Teil der aktuellen Elektronik-Marktstudie »Entwicklung von Embedded-Systemen«, bei der Sie noch teilnehmen können. Der Online-Fragebogen nimmt etwa 30 Minuten in Anspruch und ist noch bis 30. November freigeschaltet. Unter allen Teilnehmern wird ein iPhone und ein iPad der neuesten Generation verlost sowie ein System-Design (Box-PC oder Industrie-PC) von Advantech im Wert von etwa 10.000 Euro. Als zusätzliches Dankeschön für die Teilnahme wird die Studie jedem Teilnehmer, der sie komplett ausfüllt, für den halben Preis von 490 Euro zur Verfügung gestellt – mitmachen können Sie gleich hier.

Die Studie beschränkt sich nicht allein auf kundenspezifische Entwicklungen, sondern betrachtet auch Standardprodukte. Der Fokus liegt auf den kritischen Punkten beim Entwickeln und beim Einsatz eines Embedded-Systems sowie deren Wechselwirkungen:

  • Kosten
  • Komponenten
  • Hersteller/Partner
  • Qualität
  • Workflows

Im ersten Studienteil werden Entwicklungsprozesse von Computer-on-Modules und Single-Board-Computern betrachtet. Oft entscheidet bereits die Architektur – Arm, x86 oder RISC-V – über Erfolg und Misserfolg. Die Studie forscht nach den Hintergründen. Ebenso spielen Industrie-PCs eine Rolle im Embedded-Markt. Hier eröffnen sich ähnliche Fragestellen wie bei Computer-Modulen, jedoch sind die Hersteller oft andere. Der letzte Fragenteil befasst sich mit kundenspezifischen Entwicklungen.

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