Im Geschäftsjahr 2025 konnte Schweizer nach vorläufigen Zahlen seinen Umsatz um 19,8 Prozent auf 173,1 Mio. Euro (Vorjahr: 144,5 Mio. Euro) steigern.
Dazu trugen der zunehmende Erfolg der Chip-Embedding-Technologie sowie weitere Projekterfolge im Bereich von Hochfrequenz-Leiterplatten wesentlich bei. Der Umsatz von Schweizer mit Automobil-Kunden stieg um 23,7 Prozent auf 145,3 Mio. Euro und blieb im Bereich der Non-Mobility-Kunden auf stabilem Niveau. Der Umsatz mit den Produkten der strategischen Partnerunternehmen erhöhte sich im Jahr 2025 um 71,7 Prozent auf 117,2 Mio. Euro (2024: 68,2 Mio. Euro), während sich der Umsatz aus der Eigenproduktion gegenüber dem Vorjahr um 26,7 Prozent auf 55,9 Mio. Euro (2024: 76,3 Mio. Euro) reduzierte.
Zum Ende des Berichtsjahres belief sich der Auftragsbestand auf 194,1 Mio. Euro.
Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) lag im Geschäftsjahr 2025 bei 0,7 Mio. Euro (2024: -0,3 Mio. Euro). Belastend wirkten insbesondere ein negativer Produkt- und Kundenmix, gestiegene Energie- und Rohstoffpreise sowie eine reduzierte Auslastung am deutschen Standort. Nach Bereinigung um die Kosten des Restrukturierungsprogramms in Höhe von 1,0 Mio. Euro betrug das EBITDA 1,7 Mio. Euro.
Zum Bilanzstichtag erhöhten sich die liquiden Mittel auf 23,4 Mio. Euro (31.12.2024: 8,2 Mio. Euro). Maßgeblich beeinflusst wurde die Entwicklung durch den Zahlungsmittelzufluss aus dem Anteilsverkauf an der Schweizer Electronic (Jiangsu), China.
Neben der Liquiditätsposition wirkte sich der Anteilsverkauf auch positiv auf das Konzernergebnis aus, das sich im Geschäftsjahr 2025 um 14,0 Mio. Euro auf +5,0 Mio. Euro verbesserte. Das Ergebnis je Aktie belief sich im Geschäftsjahr 2025 auf +1,32 Euro (2024: -2,40 Euro).
Der Nettoverschuldungsgrad verbesserte sich auf -15,7 Prozent (31.12.2024: 62,8 Prozent).
Das Eigenkapital erhöhte sich auf 26,7 Mio. Euro, was einer Quote von 21,4 Prozent entspricht (31.12.2024: 21,6 Mio. Euro bzw. 21,1 Prozent).
Marc Bunz, Finanzvorstand der Schweizer Electronic AG zum Ausblick: »Im Ausblick auf 2026 sehen wir resiliente, regional diversifizierte Lieferketten als entscheidenden Erfolgsfaktor. Zugleich führt der Ausbau der KI-Infrastruktur zu einer wachsenden Belastung bei ausgewählten Zuliefermaterialien für High-End-Leiterplatten. Daraus können sich Risiken bei Verfügbarkeit, Kosten, Lieferzeiten und der Terminzuverlässigkeit ergeben, die wir weiterhin eng steuern.«
Für das Jahr 2026 erwartet Schweizer einen Umsatz von 165 bis 185 Mio. Euro. Das Unternehmen rechnet weiterhin mit einer starken Nachfrage nach der Embedding-Technologie. Ebenso prognostiziert Schweizer steigende Umsätze im Bereich Aviation & Defence.
Für das bereinigte EBITDA wird im Jahr 2026 ein Wert zwischen 3,3 und 6,0 Mio. Euro prognostiziert. Das Jahr 2025 war geprägt von einer umfassenden Restrukturierung, die im Jahr 2026 nahezu volle Kostenwirksamkeit entfalten wird. Darüber hinaus erwartet das Unternehmen eine Trendwende bezüglich der Produktionsvolumina am Standort Schramberg.
Die Prognosewerte enthalten keine Restrukturierungsaufwendungen. Ebenfalls nicht berücksichtigt sind mögliche Auswirkungen aus der steigenden Unsicherheit bei Zuliefermaterialien hinsichtlich Verfügbarkeit und Preisentwicklung.