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Siemens eröffnet Zentrum für Addititve Manufacturing

29. Mai 2018, 11:49 Uhr   |  Karin Zühlke

Siemens eröffnet Zentrum für Addititve Manufacturing
© Siemens

Das neue Additive Manufacturing Experience Center (AMEC) von Siemens wendet sich in an Maschinenbauer, Maschinenbetreiber sowie Unternehmen, die Werkstücke im Bereich industrieller 3D-Druck konstruieren.

Das Unternehmen veranschaulicht in einer Ausstellung mit Exponaten und interaktiven Bildschirmpräsentationen den holistischen Siemens-Ansatz für Digitalisierung in der industriellen additiven Produktion. Vom digitalen Produktdesign und –entwicklung über die Druckvorbereitung bis zum realen industriellen 3D-Druck bietet das Kompetenzzentrum Kunden die Möglichkeit, sich zu informieren, mit Additive Manufacturing-Maschinen und -Robotern zu experimentieren sowie gemeinsam mit den Siemens-Experten eigene Lösungsansätze zu entwickeln. „Siemens ist das einzige Unternehmen weltweit, das mit integrierten Software- und Automatisierungslösungen einen ganzheitlichen Ansatz für additive Fertigung im industriellen Einsatz anbietet“, sagte Wolfgang Heuring, CEO der Siemens Geschäftseinheit Motion Control in der Division Digital Factory, bei der Eröffnung.

Additive Manufacturing revolutioniert die industrielle Fertigung. Maschinen- wie auch Produkthersteller befinden sich im Übergang von der Prototypen- und Kleinserienproduktion mit Einzelmaschinen hin zur voll industrialisierten Serienproduktion. Hier zählen Produktivität, Prozessstabilität, durchgängige Datenketten, Geschwindigkeit und Qualität sowie auch IT-Sicherheit. Additive Manufacturing ermöglicht eine sehr flexible, schnelle und effiziente Produktion.

Mit Hilfe von 3D-Druck können zeitsparend komplexe und dabei nahtlose Konstruktionen aus einem Guss gefertigt werden. Die Technologie erlaubt es Konturen und Formen zu kreieren, die in ihrer Präzision und Komplexität mit konventionellen Fertigungsmethoden nicht hergestellt werden können. Die Werkstücke werden digital designed und konstruiert und ihre Produktion wird in der digitalen Welt simuliert und getestet, bevor der Druckauftrag an die 3D-Maschinen erteilt wird. Dies wird unter anderem live im neuen Additive Manufacturing Experience Center mit einer hybriden Bearbeitungsmaschine mit Lasertechnologie sowie einem Mehrachs-Roboter mit Druckknopf demonstriert. Die permanente Optimierung von Produkt und Fertigung übernimmt im Siemens-Ansatz der additiven Fertigung der durchgängige digitale Zwilling, in den sämtliche Daten und Informationen des Produktes, der Produktion und der Performance einfließen.

„Mit der Digital Enterprise Suite bietet Siemens durchgängige Lösungen für die additive Fertigung. Dieser ganzheitliche Ansatz, der die gesamte Wertschöpfungskette in der industriellen additiven Produktion umfasst, führt zur nachhaltigen Wettbewerbsfähigkeit für unsere Kunden“, sagt Dr. Karsten Heuser, Leiter des Kompetenzzentrum für Additive Manufacturing der Siemens Division Digital Factory.

Weltweit sind bereits tausende AM-Maschinen für industrielle Anwendungen im Einsatz. Auch Siemens nutzt in seinen Fertigungen bereits intensiv AM-Maschinen und hat auch als Anbieter für additive Fertigung sowie als Service-Anbieter eine führende Position. Das Unternehmen beabsichtigt seine Aktivitäten in dem Markt für industrielle additive Fertigung deutlich auszuweiten.

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