Boris Adlung, Vertriebsingenieur Rigol »Wir sind durchaus stolz auf unsere Patentwand«

Boris Adlung, Vertriebsingenieur bei Rigol Technologies in Puchheim.
Boris Adlung, Vertriebsingenieur bei Rigol Technologies in Puchheim.

Rigol entwickelt unter anderem eigene ASICs in China. Das geistige Eigentum schützen 600 Patente – ein Weg, der laut Rigol auch in China funktioniert.

Wir entwickeln nun seit mehr als 20 Jahren Messtechnik, produzieren, qualifizieren und vertreiben sie weltweit. Da unsere Entwicklung und Produktion in China angesiedelt ist, ist der Schutz des geistigen Eigentums nicht ganz einfach. Grundsätzlich können wir hier auch die Zurückhaltung von ausländischen Unternehmen nachvollziehen, aber es gibt auch in China Mittel und Wege, wie sich ein Unternehmen schützen kann. Wir haben bereits in der Vergangenheit mit einem Mitbewerber Konflikte bezüglich unseres geistigen Eigentums ausgetragen und sie wurden schlussendlich zu unseren Gunsten gerichtlich beigelegt. Dem Mitbewerber wurde untersagt, nachweislich kopierte Produkte nicht mehr herzustellen und zu vertreiben.

Seit dieser Zeit ist der Schutz unseres geistigen Eigentums zum Topthema geworden und wir lassen alle Eigenentwicklungen patentieren. Mittlerweile sind wir Inhaber von über 600 Patenten und belegen bei dem Ranking der innovativsten chinesischen Firmen Platz 275. Diesen Kurs wollen wir fortsetzen und zeigen das auch unseren Mitarbeitern. An unserem Entwicklungsstandort wurde eine Patentwand aufgerichtet, die jährlich wächst und auf die wir durchaus etwas stolz sind. Das gilt besonders für den Bereich Oszilloskope. Hier hält Rigol aktuell 28 Prozent aller Patente in China und damit liegen wir auf Platz eins. Unsere selbst entwickelte Software wird ebenfalls durch Copyright geschützt. Dieser Weg funktioniert bisher auch in China sehr gut und wir sind überzeugt, dass das auch in Zukunft der Fall sein wird.

 

Boris Adlung

ist Vertriebsingenieur bei Rigol Technologies in Puchheim, Oberbayern. Er arbeitet seit mehr als 13 Jahren in der Hochfrequenztechnik, unter anderem als HF-Applikationsingenieur bei Keithley, als Ingenieur für technische Systemqualifikation bei Siemens und als Vertriebs- und Projektingenieur für Radartechnik bei Schleifring. Er studierte Nachrichten- und Kommunikationstechnik an der (F)HTW Berlin.