Sensorsystem für Wassermanagement Das Internet des Wassers

»Unser Wasser ist knapp und muss nachhaltig behandelt werden,« sagt Flanderns Ministerpräsident Geert Bourgeois.
»Unser Wasser ist knapp und muss nachhaltig behandelt werden,« sagt Flanderns Ministerpräsident Geert Bourgeois.

Mit dem Internet des Wassers will Flandern ein groß angelegtes permanentes Sensornetz aufbauen, das die verfügbaren Wasserreserven abbildet und gleichzeitig den Wasserbedarf überwacht.

Flandern testet das sogenannte Internet des Wassers, ein intelligentes Wassermanagementsystem, das auf einem Netzwerk von angeschlossenen Sensoren basiert und eine permanente und zeitnahe Überwachung der Wasserqualität und Wassermenge ermöglicht. Der Hintergrund für das Projekt ist die wachsende Bedrohung durch Wasserknappheit und Wasserverschmutzung sowie die Dürre dieses und des letzten Jahres und die starken Gewitter dieses Frühlings.

Das Netzwerk wird mehr als 1.000 kleine, drahtlose Sensoren für die Wasserqualität in Flandern enthalten, die die Qualität des Bodenwassers, des Grundwassers, des Oberflächenwassers und des gereinigten Abwassers kontinuierlich überwachen, um die verfügbaren Wasserreserven besser auf den Bedarf abzustimmen.

Pilotprojekt gestartet

Am Dienstag hat Flanderns Ministerpräsident Geert Bourgeois einen ersten Sensor in der Nähe von The Blankaart in Diksmuide aktiviert und damit das Pilotprojekt gestartet. Damit beginnen die ersten Experimenten, um zu untersuchen, wie Messungen genau durchgeführt werden können.

Auch müssen die technischen Herausforderungen erforscht werden, die die Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit eines breiten Netzwerks gewährleisten. Außerdem möchten die Beteiligten bestimmen, wie die Daten visualisiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können. Das Projekt wird von fünf Partner aus der Industrie, Forschung und dem Staat begleitet: VITO, De Watergroep, Aquafin, imec und Vlakwa.

Permanente Nachverfolgung mit selbstlernender Software

Die kleinen Sensoren sind eine Entwicklung der Firma imec und in der Lage, sowohl Säure und Leitfähigkeit zu messen als auch verschiedene gelöste Substanzen im Wasser zu quantifizieren.

Selbstlernende Algorithmen verarbeiten die großen Datenmengen der Sensoren für die permanente und zeitnahe Überwachung der Wasserqualität und -menge und speisen auch die Modelle, die zukünftige Entwicklungen vorhersagen. Über die VITO Dashboards werden die Nutzer direkt mit dem »Wasserhirn« verbunden, um das vorhandene Wasser optimal zu nutzen.