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Das kann Lisa-Test

»Weil nur Qualität durch die Pandemie hilft«

03. September 2021, 11:37 Uhr   |  Karin Zühlke

»Weil nur Qualität durch die Pandemie hilft«
© Rutronik

Die von Rutronik entwickelte Applikation Lisa-Test ermöglicht Unternehmen und Testzentren die komplette Abwicklung des Corona-Testprozesses – u.a. die Terminbuchung und die DSGVO-konforme Verwaltung der Testergebnisse.

Fünf Fragen an Markus Reiß, Team Leader Application Development bei Rutronik Elektronische Bauelemente.

Markt&Technik: Was kann Lisa-Test genau und warum hat diese Anwendung auch einen Nutzen für andere Unternehmen?

Markus Reiß: Speziell bei Unternehmen mit einer hohen Mitarbeiterzahl wird ein lückenlos funktionierender Test-Prozess Teil der künftigen Arbeitswelt. Die unternehmerische Fürsorgepflicht erfordert eine unkomplizierte Methodik, die überall und jederzeit installiert werden kann. Mit Lisa-Test hat Rutronik diese in Eigenregie geschaffen.

Die Applikation ermöglicht Unternehmen und Testzentren die komplette Abwicklung des Prozesses von der Terminbuchung über die DSGVO-konforme Verwaltung der Testergebnisse bis hin zur Abrechnung und dem Nachweis gegenüber offiziellen Stellen wie Gesundheits- und Finanzamt. Lisa-Test ist schnell einsetzbar, skalierbar und ausbaufähig: Es spielt keine Rolle, ob die Teststation über Kapazitäten für 10, 100 oder 1000 Tests verfügen soll.

Können die Mitarbeiter eine unternehmenseigene Teststation nutzen, die über Lisa-Test läuft, können die Mitarbeiter auch privat davon profitieren: Sie haben damit ein anerkanntes Zertifikat in der Hand, das sie für andere Gelegenheiten nutzen können. Damit wäre das Absolvieren von mehreren verschiedenen Tests, wie z.B. an Schwimmbädern oder Restaurants, an einem Tag obsolet. Das wiederum spart bares Geld auf Bundesebene, denn aktuell werden alle privaten Tests (Bürgertest) von der Regierung bezahlt, auch wenn das durch ein einheitliches System wie Lisa-Test vermeidbar wäre.

Unsere Anwendung ist zudem betrugssicher, was spätestens seit der Veröffentlichung diverser Betrugsfälle in Zusammenhang mit semiprivaten Testzentren ein essenzieller Punkt ist. Neben der fehlenden Kontrolle ist hierbei die fehlende Einheitlichkeit der Systeme zur Datenübermittlung das große Problem.

„Lisa-Test ist betrugssicher“ – was bedeutet das?

Unser System arbeitet mit eindeutig zuzuordnenden Tests, und zwar beginnt das bereits ganz am Anfang der Lieferkette, bei der Bestellung der Tests. Die registrierte Chargennummer wird dann bei der Buchung eines Tests bzw. der Durchführung eindeutig einer Person zugeordnet. Mehrfachabrechnungen sind damit unmöglich. Wir „verheiraten“ die Person quasi mit dem ihr zugeteilten Test.

Die direkte Anbindung an das Deutsche Elektronische Melde- und Informationssystem für den Infektionsschutz (DEMIS) sorgt dabei für die automatisierte, verschlüsselte Übermittlung eindeutig zuzuordnender Test-Daten an das zuständige Gesundheitsamt.

Werden dabei nicht sehr viele Nutzerdaten gesammelt? Wie wird in dieser Anwendung für die Nutzersicherheit gesorgt?

Zum einen arbeiten wir natürlich auf dem aktuellen Niveau der Sicherheitstechnik. Die Verbindungen zu Server bzw. zu DEMIS sind entsprechend verkryptet. Da über Lisa-Test hochsensible Daten erfasst und verarbeitet werden, hatten wir von Anfang an einen Datenschutzbeauftragten mit im Entwicklerboot. Für ein gültiges Testzertifikat müssen bestimmte Daten erfasst werden. Wir verzichten aber darauf, mehr als diese Mindestanforderungen zu erheben und richten uns dabei nach den Vorgaben der Coronavirus-Testverordnung.

Für die Rutronik-Entwickler war es von Anfang an wichtig, eine sichere Anwendung zu kreieren, die bereits beim ersten Einsatz optimal funktioniert. Ziel ist es dabei auch, eine einheitliche Lösung zu bieten, die sich für den Nutzer beruflich und privat nutzen lässt, um so die Testkapazitäten zu bündeln und unnötige Tests zu vermeiden. In der Entwicklung ist außerdem eine Anbindung in die offizielle Corona-Warn-App des Bundes, um Testergebnisse dort zu hinterlegen.

Was bewegt einen Distributor wie Rutronik dazu, eine Anwendung wie Lisa-Test zu entwickeln?

Diese Pandemie bedeutet für alle Unternehmen die Konfrontation mit komplett neuen Herausforderungen. Anfangs haben viele Unternehmen nur reagiert und „Auf die Schnelle“-Lösungen geschaffen, um den Betrieb irgendwie aufrechtzuerhalten.

Wir haben auch hier den Rutronik-Grundsatz angewendet und qualitativ hochwertige Lösungen geschaffen. Einerseits haben die Entwickler bei Rutronik über Monate hinweg quasi nonstop an Lisa-Test gearbeitet.

Dazu kommt dann noch die fachgerechte Logistik der hochempfindlichen Bestandteile der PCR- und Antigen-Schnelltests auf der anderen Seite. Denn diese erfordern nicht nur eine korrekte Anwendung, um ein sicheres Ergebnis zu erhalten, sondern auch eine perfekt abgestimmte Liefer- und Lagerkette. Hierbei profitieren unsere Partner von der fast 50-jährigen Erfahrung Rutroniks als Distributor von sensiblen, elektronischen Bauelementen. Das sowie das internationale Unternehmensnetzwerk sorgen für die lückenlose Bereitstellung von hochwertigen Produkten und erstklassigen Kompetenzen, um eine skalierbare, aufbaufähige und rundum sichere Möglichkeit zur weiteren Bekämpfung der Pandemie zu etablieren.

Inzwischen gibt es zig Testzentren quasi an allen Ecken. Nicht alle halten das, was sie versprechen.

Natürlich ist es verständlich, dass so viele Testzentren eröffnet wurden, aber ob z.B. der Betreiber von schnell improvisierten Test-Buden um die Ecke die Qualität und damit die Verlässlichkeit der Tests in dem erforderlichen Maße gewährleistet kann, ist doch fraglich. Bei Rutronik war von Anfang klar, dass uns nur Qualität in allen Bereichen durch die Pandemie helfen wird. Aus diesem Grund gibt es die Möglichkeit, über Rutronik ein hochwertiges Package für die Einrichtung eines Testzentrums zu beziehen, das die Vermittlung von Tests, Software, Testcontainern und medizinisch geschultem, zertifiziertem Personal beinhaltet.

Lisa-Test
Die Anwendung wird deutschlandweit in über 50 Teststationen verwendet, Tendenz steigend. Sie eignet sich für kleine wie große sowie betriebliche Test-Einrichtungen (mit mehreren 1000 Tests pro Tag) und ist über Browser am PC, Smartphone oder Tablet aufrufbar sowie als App für iOS und Android verfügbar. Private Nutzer können über den Komfort-QR-Code mehrere Personen verwalten.

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