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Farnell-Umfrage

IoT-Entwicklung nimmt Fahrt auf

13. März 2020, 13:07 Uhr   |  Julia Lamml

IoT-Entwicklung nimmt Fahrt auf
© Farnell

Entwicklungen im Internet der Dinge schreiten voran.

Im Internet der Dinge ist Musik: Die Akzeptanz von KI steigt, Sicherheitsbedenken lähmen nicht mehr und modulare Systembausteine bauen Hürden ab.

Der Distributor Farnell hat neue Umfrageergebnisse zum Thema Internet der Dinge (IoT) veröffentlicht. Unter anderem zeigen die Ergebnisse eine starke Akzeptanz der künstlichen Intelligenz (KI) in IoT-Geräten. »Die Möglichkeiten im Bereich Internet der Dinge und KI nehmen weiter zu, was auf den Zugang zu einer steigenden Anzahl von Hardware- und Softwarelösungen zurückzuführen ist, mit denen Entwickler Produkte schneller als je zuvor und ohne die Notwendigkeit von spezialisiertem Fachwissen auf den Markt bringen können«, erklärt Cliff Ortmeyer, Global Head of Technical Marketing bei Farnell. »Dies öffnet das Internet der Dinge für neue Teilnehmer und bietet mehr Entwicklern Chancen, Innovationen hervorzubringen, die das Leben verbessern.«

Die Umfrage wurde zwischen September und Dezember 2019 mit 2.015 Befragten aus 67 Ländern in Europa, Nordamerika und im APAC-Raum durchgeführt. An der Umfrage nahmen zu 59 Prozent Entwickler, die an IoT-Lösungen arbeiteten, teil. Der restliche Pool au Befragten bildet sich aus Käufern von Bauelementen für IoT-Lösungen, Bastler und Makern.

Trend KI: Aufbau von Ökosystemen

Ein Ergebnis der Umfrage sei, dass künstliche Intelligenz in IoT-Systemen ein sich abzeichnender Trend ist. Der Beginn des Prozesses zum Aufbau eines echten IoT-Ökosystems zeichne sich ab. Knapp die Hälfte der Befragten verwenden KI bereits in ihren IoT-Anwendungen, wobei maschinelles Lernen (ML) mit 28 Prozent die am häufigsten verwendete Technologie ist, gefolgt von Cloud-basierter KI mit 19 Prozent. Der Einsatz von KI im IoT-Design gehe bei den Befragten mit einem wachsenden Zutrauen einher, eine Führungsrolle bei der IoT-Entwicklung zu übernehmen. Eine zunehmende Anzahl der Entwickler sehe sich dabei selbst als Innovatoren.

Dagegen zögern allerdings noch immer 51 Prozent der befragten Entwickler, KI einzusetzen – weil Ihnen die Technologie entweder noch zu neu ist oder noch spezielles Know-how zur Implementierung von KI in IoT-Anwendungen benötigen.

Modulare Systembausteine werden immer beliebter

Mit dem Aufbau von komplexen Ökosystemen geht ein steigender Trend in der Arbeitsweise Hand in Hand: Mehr Befragte als bisher weisen auf die spürbare Innovationskraft von Start-ups hin, die von der breiten Verfügbarkeit modularer Lösungen und Einplatinencomputer auf dem Markt profitieren. Der Anteil der Befragten, die Standardhardware einsetzen, ist gleichzeitig von 50 Prozent im Jahr 2018 auf 54 Prozent gestiegen. Hier sieht Farnell als Distributor neue Möglichkeiten im wachsenden Angebot an Hardware zur Unterstützung der IoT-Entwicklung.

Datenschutz- und Sicherheitsstrategien entwickeln sich

Sicherheitsbedenken bei der IoT-Implementierung haben 35 Prozent. 2018 gaben noch 40 Prozent an, dass Sicherheit ihr größtes Anliegen sei. Damit bleibt es allerdings weiterhin das wichtigste Thema. Denn, so gaben die Befragten an, die Art der Daten, die von  Maschinen und Menschen gesammelt werden, könnten personenbezogen und damit sensibel sein. 70 Prozent der Befragten äußerten zudem die Meinung, dass die von einem Edge-Gerät gesammelten Daten lieber firmenintern verbleiben und nicht zu den IoT-Lösungsanbietern wandern sollten.

Obwohl 46 Prozent der Entwickler noch immer vorziehen, eine vollständige Edge-to-Cloud- und Sicherheitslösung selbst zu entwickeln ist, zeige die Umfrage gleichzeitig, dass die Bereitschaft zur Integration produktionsfertiger Lösungen wie SmartEdge Agile und SmartEdge IIoT-Gateway steigt. Im Vergleich zum Vorjahr bestätigten 12 Prozent mehr, dass sie Drittanbieter-Geräte in Betracht ziehen würden. Insbesondere wenn die internen Fachressourcen begrenzt sind oder die Markteinführungszeit von entscheidender Bedeutung ist, erhöht sich die Akzeptanz.  

Damit liegt die Sicherheit nach wie vor deutlich über Bedenken bezüglich der Konnektivität und Interoperabilität. Vor allem die Befragten in Unternehmen, die neue IoT-Projekte in Angriff nehmen, sehen IoT-Sicherheit als wichtigsten Punkt: Sowohl Hardware- als auch Software-Sicherheitsmaßnahmen gegen Bedrohungen jeglicher Art werden implementiert.

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