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Das sagen Distributions-Experten zu Technologietrends 2021

22. April 2021, 12:54 Uhr   |  Karin Zühlke

Das sagen Distributions-Experten zu Technologietrends 2021
© Avnet Silica

Michael Röder, Avnet Silica

Vernetzung, Künstliche Intelligenz und Power heißen die mitunter wichtigsten Schlagworte, wenn es um Technologietrends 2021 geht. Doch damit nicht genug. Als Brückenglied zwischen Technologie und Anwendung geben Arrow, Avnet Silica und Rutronik einen Einblick ins Feld.

Markt&Technik: Welche Technologietrends spielen für das laufende Jahr 2021 eine besondere Rolle?

Michael Röder, Manager Software and Services EMEA, Avnet Silica: Bei den Technologiekonzepten geht es nicht nur um Hardware, sondern die Frage, wie komplexe Anwendungen durch das Zusammenspiel neuester Technologien zeitnah umgesetzt werden können. Ziel ist, für unsere Kunden eine klarere Differenzierung im Markt zu ermöglichen oder neue Geschäftsfelder mit geringem Risiko zu erschließen. Das bestätigt auch die Nachfrage nach unseren Lösungen auf Proof-of-Concept Level, wenn es um den sicheren Transfer von Sensordaten z.B. mit LoRa oder über NB-IoT in die Cloud geht, Daten in einer App dargestellt oder nach bestimmten Kriterien z.B. der Servicetechniker gerufen werden soll. Damit einhergehend wird die Umsetzung von Cybersecurity und C5 – Cloud computing compliance controls catalogue – eine wichtige Rolle einnehmen. eUICC wird an Fahrt gewinnen, und bei drahtgebundenen Technologien sehen wir TSN und Single Pair Ethernet auf dem Vormarsch. Bei künstlicher Intelligenz hat sich gezeigt, dass sich Anwendungen mithilfe eines funktionierenden Ecosystem viel einfacher umsetzen lassen als von vielen gedacht. Neue Hardware, die speziell für KI entwickelt wurde, bringt zusätzlichen Schwung. Bei High-Power-Anwendungen wird SiC in der Breite im Markt ankommen – hier haben wir beispielsweise ein PoC für einen Traction Inverter umgesetzt.

Bernd Hantsche, Director Product Marketing Embedded & Wireless, Rutronik: Wir sehen ein starkes Wachstum in den Bereichen Vernetzung und künstlicher Intelligenz. Dies ist sicher nicht verwunderlich, da es die Grundlage für eine Industrie 4.0 bildet. Sowohl in den Marktsegmenten Kurz- und Langstreckenfunk, Mobilfunk als auch in kabelgebundenen Industrienetzwerken stoßen wir auf der einen Seite vermehrt auf Entwicklungsprojekten bei Kunden, zunehmend bieten aber auch unsere Lieferanten diversifizierte Lösungsangebote. Auch die Bereitschaft, sich mit unserem Produktportfolio für KI-Anwendungen zu beschäftigen, hat stark zugenommen. Von KI-Beschleuni­gungshardware, intelligenten Bildverarbeitungslösungen bis zu unseren Cloud-Angeboten und hauseigenen Analytics Services ist ein Wandel von marketinggetriebener Promotion hin zu den Früchten des entsprechenden Umsatzes in den Produktgruppen erkennbar.

Arrow
© Arrow

Margit Tischler, Arrow

Margit Tischler, Vice President Engineering, Arrow Global Components EMEA: Neben den allgemeinen Technologietrends, etwa rund um IoT, Cloud und KI, mit der sich immer mehr Hersteller befassen, sowie zusätzlich zur steigenden Bedeutung von Software in den Designs haben wir es aktuell in einigen Bereichen mit einer Verknappung von Komponenten zu tun. Für Distributoren bedeutet dies, wir leisten aktiven Support bei Kunden, und unterstützen sie dabei, die Komponenten zu beschaffen, die sie benötigen. Falls dies nicht möglich ist, finden unsere FAEs alternative Produkte und unterstützen Kunden vor Ort bei Redesigns oder erstellen im Auftrag des Kunden ein Design neu, je nachdem, welches Support Level der Kunde benötigt.

Mit welchen Neuigkeiten warten die Komponenten-Hersteller in ihren Roadmaps auf?

Hantsche: Natürlich muss man sich jede Produktgruppe individuell anschauen. Verallgemeinernd darf man aber wohl sagen, dass die KI durchaus auch bereits in Sensorlösungen oder Kommunikationslösungen Einzug hält und die Technologie nicht ausschließlich in leistungsstarken Host-Systemen zum Einsatz kommt – wenn auch dort mit stark eingeschränkter Funktionalität. Ebenso sehen wir vermehrt Multi-Protokoll-Lösungen bei SoCs, SoMs und SiPs. Das ermöglicht Kunden eine höhere Flexibilität, an unterschiedlichen Ökosystemen zu partizipieren, und verringert die Wahrscheinlichkeit, durch eine zukünftige Fehleinschätzung des Marktes eine Sackgasse hinsichtlich der strategischen Technologieausrichtung zu betreten.

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