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Flämische Initiative

Produktion von grünem Wasserstoff pushen

Die Verbände DWV, VDMA und VKU fordern die Politik auf, eine Wasserstoff-Strategie für Deutschland vorzulegen.
Flämische Kompetenzzentren bündeln ihre Kräfte mit der Industrie, um die Produktion von grünem Wasserstoff voranzutreiben.
© Shutterstock | Elektronik automotive

Die flämischen Forschungszentren imec und VITO (Partner in EnergyVille) wollen mit Bekaert, Colruyt Group, DEME und John Cockerill zusammenarbeiten, um in die Produktion von grünem Wasserstoff zu forcieren.

Das Konsortium mit dem Namen Hyve will Wasserstoff im Gigawatt-Bereich kosteneffizient und nachhaltig produzieren und damit die flämische Region in die Führungsrolle bei der Einführung einer Wasserstoffwirtschaft und dem Übergang zu einer kohlenstoffneutralen Industrie in Europa bringen.

Das Hyve-Konsortium bringt Akteure aus der gesamten Wertschöpfungskette zusammen, um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen. Es vereint die Expertise von Materiallieferanten, Industrieunternehmen und Unternehmen im Bereich der Infrastruktur mit dem Ziel, neue Komponenten für die Elektrolyse zu entwickeln, die Industrieunternehmen in ihre Elektrolyseure integrieren, die wiederum von Unternehmen in der Infrastruktur eingesetzt werden, um grünen Wasserstoff zu erzeugen.

Konkret bringt das imec seine Expertise bei Festkörperelektrolyten, Elektrodenoberflächen und Prozesstechnologie im Nanobereich ein. VITO wiederum steuert sein Wissen bei Membranen, Katalyse und Systemintegration bei. Bekaert, Anbieter von metallischen porösen Transportschichten für die Elektrolyse, wird die entsprechenden Materialien liefern. John Cockerill, Weltmarktführer in der Herstellung von alkalischen Elektrolyseuren, wird die Ergebnisse in seine Produktion integrieren. DEME will die neuartigen Elektrolyseure zur Umwandlung von Wind- und Sonnenenergie in grünen Wasserstoff und daraus abgeleitete grüne Produkte (»e-fuels«) einsetzen. Durch das so genannte Hyport-Konzept will DEME günstige grüne Wasserstoffprodukte nach Europa importieren, ergänzend zur lokalen europäischen Produktion. Colruyt Group wird Forschungsanwendungen für einen nachhaltigen Transport unterstützen. Die Colruyt Group betreibt bereits eine Wasserstofftankstelle, testet wasserstoffbetriebene Gabelstapler sowie die ersten Schwerlastkraftwagen und arbeitet über die Energieholding Virya Energy an einer grünen Wasserstoffanlage in Zeebrugge mit und forscht über Dats24 an E-Fuels.


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