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Bitkom zur Autobahn-App des Bundes

Nur ein Fünftel nutzt Staumelder-Apps

20. Juli 2021, 15:18 Uhr   |  Irina Hübner

Nur ein Fünftel nutzt Staumelder-Apps
© Adobe Stock/Beboy

Zwar möchte fast jeder Staus vermeiden, doch nur eine Minderheit nutzt Staumelder-Apps. Die allermeisten Deutschen informieren sich noch immer per Radio über die aktuelle Verkehrslage.

Kamener Kreuz, Elbtunnel, Irschenberg: Wer auf Deutschlands Autobahnen unterwegs ist, stand hier wahrscheinlich schon einmal im Stau. Nun soll eine neue App der vom Bund gegründeten Autobahn GmbH Abhilfe schaffen und verlässlich vor Staus und Baustellen warnen.

Doch bisher nutzt nur eine Minderheit in Deutschland spezielle Apps, um sich über das Verkehrsgeschehen zu informieren: 19 Prozent der Auto-, Motorrad- oder Wohnmobilfahrerinnen und -fahrer verwenden entsprechende Smartphone-Programme.

Daten sollten nicht exklusiv in der App verfügbar sein

»Die Mobilität der Zukunft ist digital, vernetzt und autonom. Um sie zu fördern, müssen wir Verkehrsdaten wo immer möglich erfassen und breit verfügbar machen. Mit ihren Daten zu Baustellen, Ladesäulen oder Staus kann die neue Autobahn-App des Bundes grundsätzlich relevante Informationen liefern. Um den Bürgerinnen und Bürgern einen tatsächlichen Mehrwert zu bieten, sollten diese Daten allerdings nicht exklusiv in der Autobahn-App verfügbar sein«, betont Nils Heller, Referent Mobility beim Bitkom.

»Vielmehr kommt es darauf an, dass solche Verkehrs- und Infrastrukturinformationen mit weiteren Mobilitätsangeboten verknüpft werden können – und das in der Praxis auch wirklich geschieht. Dann kann das neue Angebot einen Beitrag dazu leisten, die Möglichkeiten vernetzter Mobilität dafür zu nutzen, Fahrerinnen und Fahrer komfortabel, ressourcenschonend und zügig an ihr Ziel zu bringen.«

Das Radio ist die beliebteste Informationsquelle

Um Staus zu entgehen, informieren sich die allermeisten noch immer über das Radio: 92 Prozent hören in den Verkehrsnachrichten, ob auf ihrer Strecke Beeinträchtigungen zu erwarten sind. Das ist das Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom unter 1007 Personen in Deutschland ab 16 Jahren, darunter 793 Menschen, die mit Auto, Motorrad oder Wohnmobil unterwegs sind.

65 Prozent setzen laut der Umfrage auf ein klassisches Navigationsgerät. Die Nutzung von Navigations-Apps wie Google Maps oder Apple Karten nimmt mit aktuell 20 Prozent zwar zu, bleibt aber mit Abstand hinter der Nutzung von Navigationsgeräten.

Im Internet, zum Beispiel auf einer Webseite für Verkehrsmeldungen, informieren sich 8 Prozent der Befragten. Über einen Anruf, etwa bei einem Automobilclub, oder per SMS-Service beziehen lediglich jeweils 3 Prozent Verkehrshinweise. Insgesamt bemühen sich aber fast alle Befragten, Staus zu vermeiden: Lediglich 2 Prozent geben an, sich nicht über Verzögerungen und Beeinträchtigungen zu informieren.

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