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Virtual-Reality-Entertainment im Audi

Holoride auf dem Weg zur Serienreife

Audi Holoride
Eine entscheidende Rolle im Auto-Interieur der Zukunft werden Infotainmentangebote spielen. Neue Technologien wie Holoride sollen ab 2022 das In-Car-Entertainment verändern.
© Audi

Im Audi wird es bald virtuelle Welten geben: In naher Zukunft soll man im Fond Platz nehmen und mit einer Virtual-Reality-Brille in Spiele, Filme und Präsentationen eintauchen können. Der Clou dabei: Die virtuellen Inhalte passen sich in Echtzeit an die Fahrbewegungen des Autos an.

Das Start-up Holoride will die Autofahrt zum multimodalen Erlebnis machen. So sollen Passagiere künftig auf dem Rücksitz mithilfe einer Virtual-Reality-Brille (VR) Filme, Videospiele und interaktive Inhalte viel realistischer erleben. Dahinter verbirgt sich eine Technologie, die virtuelle Inhalte in Echtzeit an die Fahrbewegungen des Autos anpasst: Fährt das Auto durch eine Rechtskurve, so fliegt beispielsweise auch das Raumschiff in der imaginären Welt nach rechts. Beschleunigt das Fahrzeug, beschleunigt auch das Raumschiff.

Die bewegungssynchronisierte Reise durch virtuelle Welten reduziert zudem das im Auto oft auftretende Risiko der Übelkeit, zum Beispiel beim Lesen eines Buches oder beim Konsum von audiovisuellen Medien auf elektronischen Tablets. Die Entwicklung der VR- beziehungsweise XR-Technologie (Extended Reality) wurde von Audi initiiert und wird von Holoride vorangetrieben und herstellerübergreifend kommerzialisiert.

Neue Medienkategorie: Elastic Content

Holoride veröffentlichte das »Elastic« genannte Software Development Kit (SDK) auf seinem »Creator Space«. Das Elastic-SDK wurde für die Unity-Spiele-Engine entwickelt und ermöglicht Entwicklern den Zugriff auf Tool3s, um immersive Spielerlebnisse und Unterhaltungsformate zu erstellen.

»Elastic Content« steht für eine neue Medienkategorie, die für fahrende Autos gemacht ist und einen neuartigen Ansatz bei der Erstellung von Inhalten ermöglicht. Ob Weltraumabenteuer, das Streamen der neuesten Blockbuster oder eine Lehrfahrt durch eine historische Stadt – den Möglichkeiten sind nahezu keine Grenzen gesetzt.

Auf der IAA Mobility 2021 nächste Woche in München können Besucher erste Demofahrten mit Holoride unternehmen.

Mehr Möglichkeiten beim autonomen Fahren

Die fortschreitende Automatisierung des Autofahrens ermöglicht in Zukunft nicht nur neue Formen von Unterhaltungsangeboten während der Fahrt – sie eröffnet auch mehr Möglichkeiten für das Lernen und Arbeiten unterwegs. Denn wenn sich in Zukunft die Fahrer nicht mehr aufs Fahren konzentrieren müssen, können sie ihre Aufmerksamkeit anderen Dingen zuwenden: Arbeiten, Lesen, Filmeansehen – oder Videogamespielen.


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