Chipbasierte Scheinwerfersysteme

Hella produziert Solid-State-Lighting-Scheinwerfer in Serie

12. Dezember 2022, 10:27 Uhr | Irina Hübner
SSL | HD-Scheinwerfertechnik von Hella
Auch Lichtteppiche lassen sich darstellen, beispielsweise als Coming-Home/Leaving-Home-Szenario.
© Hella

Der Automobilzulieferer Hella hat die weltweit erste Serienproduktion eines Solid-State-Lighting- | High-Definition-Scheinwerfers aufgenommen. Zudem hat das Unternehmen weitere volumenstarke Serienaufträge von einem deutschen sowie einem internationalen Premium-Automobilhersteller erhalten.

Somit hat Hella nach diesen erfolgreichen Auftragsvergaben für die SSL | HD-Technologie bereits Kundenprojekte mit einem Gesamtvolumen von rund 1,5 Milliarden Euro akquiriert.

Der SSL | HD-Scheinwerfer ist eine evolutionäre Weiterentwicklung etablierter LED-Matrixsysteme. Bei dieser neuen Scheinwerfertechnologie können je nach Kundenanforderung bis zu 25.000 Pixel pro LED intelligent und individuell geschaltet und so eine Vielzahl neuer, hochauflösender Lichtfunktionalitäten realisiert werden.

Hierzu zählen unter anderem Fahrspurmarkierungen, Symbolprojektionen sowie Spuraufhellungen und Lichtteppiche. Denkbar sind darüber hinaus auch weitere sicherheitssteigernde Funktionen wie Projektionen von Sicherheitsabständen oder von Schutzzonen für Fahrradfahrer oder Fußgänger.

Miniaturisierung ermöglicht mehr Freiheitsgrade

Bei der SSL | HD-Technologie hat Hella gemeinsam mit Partnern die Lichtquelle weiter miniaturisiert. Durch den deutlich geringeren Bauraumbedarf bietet sie Automobilherstellern zusätzliche Freiheitsgrade bei der Scheinwerferintegration sowie der Fahrzeuggestaltung.

Durch die softwarebasierte Ansteuerung der Lichtpunkte lässt sich zugleich das von Hella bereits erfolgreich umgesetzte »Weltscheinwerfer-Prinzip« realisieren. Das bedeutet: Alle erforderlichen Anpassungen an den Scheinwerfer, beispielsweise aufgrund regionalspezifischer Anforderungen wie Rechts- und Links-Verkehr, können in einem baugleichen Lichtmodul ausschließlich rein digital abgebildet werden.

Eine Vielfalt aus bis zu zwölf technisch unterschiedlichen Varianten des Scheinwerfers entfällt somit. Dies kann auf Kundenseite Entwicklungskosten und Investitionsaufwände um rund die Hälfte reduzieren.

Mit den nun akquirierten Kundenprojekten erweitert Hella nicht nur die bestehende Kundenbasis für die SSL | HD-Technologie um weitere Automobilhersteller. Auch plant der Automobilzulieferer, neben dem erstmaligen Anlauf in Lippstadt in den kommenden Jahren in weiteren Lichtwerken in China, Mexiko, Tschechien und der Slowakei in Serie zu gehen. Somit will Hella bis 2025 das Scheinwerfersystem Solid State Lighting | High Definition in allen Regionen weltweit auf die Straße bringen.

»Die Markteinführung unserer SSL | HD-Scheinwerfer ist ein weiterer Meilenstein der automobilen Lichttechnik, mit dem wir neue Maßstäbe in puncto Leistungsfähigkeit, Funktionalität und Kosteneffizienz setzen«, sagt Yves Andres, Geschäftsführer Licht bei Hella. »Insofern profitieren wir heute davon, dass wir bei hochauflösenden Scheinwerfern bereits frühzeitig auf die SSL | HD-Technologie gesetzt und deren Entwicklung seither konsequent vorangetrieben haben.«

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