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ADAC-Umfrage

Wie verändert das Corona-Virus das Mobilitätsverhalten?

15. April 2020, 10:30 Uhr   |  Stefanie Eckardt

Wie verändert das Corona-Virus das Mobilitätsverhalten?
© ADAC

Wie hat sich das Nutzungsverhalten der Menschen in der Corona-Krise verändert. Das wollte der ADAC in einer Umfrage wissen.

Die Auswirkungen des Corona-Virus sind auf allen Ebenen des gesellschaftlichen Lebens spürbar. Dabei betreffen die Einschränkungen der Corona-Krise unter anderem Fragen der Mobilität.Der ADAC hat eine Umfrage durchgeführt, wie Corona das Mobilitätsverhalten verändert.

Soweit die Menschen derzeit noch unterwegs sind, reagieren sie mit einem teilweise veränderten Mobilitätsverhalten. Das ergab eine Umfrage des ADAC zum Mobilitätsverhalten in der Corona-Krise. Größere Auswirkungen auf das Mobilitätsverhalten nach der Krise ergeben sich aus der Umfrage derzeit allerdings noch nicht.

Eine Fünf-Tage-Woche mit täglicher Hin- und Rückfahrt zur Arbeit oder zum Ausbildungsplatz absolvieren laut Umfrage aktuell nur noch 32 Prozent der Befragten. Normalerweise sind es 66 Prozent. 39 Prozent der Befragten gaben an, Wege zur Arbeit oder zum Ausbildungsplatz gar nicht mehr zurückzulegen.

Wer noch regelmäßige Arbeitswege zurücklegen muss, verzichtet angesichts der Ansteckungsgefahren aktuell häufig auf die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs. Statt 19 Prozent, die bislang die öffentlichen Angebote nutzten, greifen derzeit nur noch 7 Prozent darauf zurück. 26 beziehungsweise 29 Prozent der Befragten gaben an, den ÖPNV und die Bahn gegenwärtig generell nicht mehr zu nutzen.

40 Prozent der Befragten erledigen Einkäufe jetzt an nur noch einem Tag in der Woche. Vor Ausbruch der Corona-Pandemie waren es nur 13 Prozent, während 85 Prozent mehrmals in der Woche zum Einkaufen gingen.

Die Zahl derer, die zu Fuß unterwegs sind, hat deutlich zugenommen.
Dagegen wird das Fahrrad auch angesichts ausbleibender Arbeitswege etwas weniger genutzt. Auch mit dem Auto sind die Menschen aufgrund der Corona-Einschränkungen weniger unterwegs: Gut ein Viertel der Befragten fährt nicht mehr oder weniger mit dem Pkw. Nur 15 Prozent der Befragten nutzt das Auto häufiger.

Ein grundsätzlich verändertes Mobilitätsverhalten wird laut der Umfrage des Automobilclubs aus den Erfahrungen in der Corona-Krise nicht resultieren. Allerdings will jeder Vierte auch in Zukunft häufiger zu Fuß gehen und jeder Fünfte das Fahrrad stärker nutzen. Die Mehrheit der Befragten geht dagegen davon aus, die einzelnen Verkehrsmittel nach der Krise unverändert zu nutzen. Allerdings will fast jeder Vierte zukünftig weniger fliegen.

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