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Ladeinfrastruktur

E-Auto-Fahrer wünschen sich mehr Ladepunkte am Arbeitsplatz

26. Januar 2021, 12:44 Uhr   |  Irina Hübner

E-Auto-Fahrer wünschen sich mehr Ladepunkte am Arbeitsplatz
© Shutterstock.com

Die Möglichkeit, Elektrofahrzeuge am Arbeitsplatz zu laden, ist ein wichtiges Thema bei der Elektrifizierung des europäischen Verkehrs. Die Bürger erwarten von ihren Arbeitgebern auch aus klimapolitischen Gründen, dass E-Firmenwagen sowie die nötige Ladeinfrastruktur zur Verfügung stellen.

38 % der Deutschen glauben, dass Elektrofahrzeugen eine entscheidende Rolle im Kampf gegen die Klimakrise zukommt. Da fast die Hälfte der Bürger erwägt, in naher Zukunft auf ein Elektrofahrzeug umzusteigen, steigt der Druck auf Unternehmen und Arbeitgeber, elektrische Firmenwagen und eine ausreichende Ladeinfrastruktur bereitzustellen.
 
Derzeit laden europäische EV-Fahrer meist zu Hause (73 %) und am Arbeitsplatz (40 %). Dennoch bemängeln 29 % der EV-Fahrer, dass es am Arbeitsplatz nicht genügend Lademöglichkeiten gibt und 20 % haben überhaupt keinen Zugang zu Ladestationen am Arbeitsplatz. 20 % der EV-Fahrer geben sogar an, dass sie sich für die Zukunft mehr Schnellladestationen an ihrem Arbeitsplatz wünschen.
 
Dies sind einige der Ergebnisse aus dem EVBox Mobility Monitor, dem jährlichen Marktforschungsbericht von EVBox. Dieser wurde in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen Ipsos durchgeführt und beschäftigt sich mit der Nutzung von Elektrofahrzeugen und aktuellen Hindernissen. An der Studie 3.600 Menschen aus sechs Ländern – Deutschland, Niederlande, Frankreich, Belgien, Norwegen und Großbritannien – teilgenommen.

Status quo: Elektrische Firmenwagen in Europa

Laut Mobility Monitor arbeitet nur einer von fünf der befragten Berufstätigen in Europa in einem Unternehmen, das Elektrofahrzeuge als Leasingoption anbietet. Großbritannien hat den größten Anteil an Unternehmen, die Elektrofahrzeuge in ihrem Geschäftsplan anbieten (27 %) – während Deutschland mit 19 % im Mittelfeld vor Frankreich mit 16 %, den Niederlanden mit 17 % und Belgien mit 18 % liegt.
Von den deutschen Befragten, die gerne elektrisch fahren möchten, sähen es 48 % gerne, wenn ihre Arbeitgeber EVs als Firmenwagen anbieten. Noch auffälliger ist dies in Belgien (55 %), den Niederlanden sowie Großbritannien (52 %).

Nachhaltiges Denken und Handeln gefordert

Europäische Bürger erwarten von den Regierungen, sich auf eine Politik zu konzentrieren, die für die Interessen unseres Planeten kämpft – darüber hinaus gibt es steigende Erwartungen an Unternehmen, dieselbe Denkweise anzunehmen. Die Bürger erwarten von den Unternehmen also, dass sie Schritte unternehmen, um Umweltfragen anzugehen, wobei Elektromobilität eine Schlüsselrolle spielt.  
 
Ungefähr zwei von fünf europäischen Bürgern arbeiten für ein Unternehmen, das bereits eine nachhaltige Vision verfolgt. Während die Niederlande mit 42 % und Norwegen mit 41 % hierbei zu den Spitzenreitern gehören, befindet sich Deutschland auf dem vorletzten Platz (32 %), knapp vor Frankreich (31 %).

Anders verhält es sich bei folgendem Aspekt: der Meinung der Bürger, dass Regierungen in der Corona-Krise nur Unternehmen finanziell unterstützen sollten, die nachweislich Maßnahmen ergreifen, um ihre Umweltbelastung deutlich zu reduzieren. Mit 44 % starker Zustimmung befindet sich Deutschland in dieser Frage auf dem zweiten Platz kurz hinter Frankreich (46 %). Auch deshalb ist es ratsam, dass Unternehmen anfangen, umweltbewusst zu denken.

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