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Prozessor-IP aus Deutschland

»Flexibel, sehr performant und gleichzeitig energiesparend«


Fortsetzung des Artikels von Teil 3

Continental/videantis: Starker Push nach vorne

Die Rückfahrkamera RVS231 von Continental
Die Rückfahrkamera RVS231 von Continental
© Continental

Das intelligente Rückfahrsystem RVS231 von Continental ist laut Dr. Sascha Semmler, Leiter Programm-Management Kamera des Geschäftsbereichs Fahrerassistenzsysteme bei Continental, »die erste Kamera auf dem Markt, die eine Visualisierung mit einer Notbremsung in einem hochgradig integrierten System in einem kleinen Gehäuse kombiniert.« Trotz geringer Größe zeichnet sich die Rückfahrkamera laut seiner Aussage durch eine sehr gute Visualisierung mit hohem Dynamikbereich aus, die eine maximale Sichtbarkeit unter allen Bedingungen ermöglicht, einschließlich blendendem Sonnenlicht, hohem Kontrast und Nachtbedingungen. Dazu kommt der Notbremsassistent, der von Conti-Algorithmen gesteuert wird und der die europäischen und US-amerikanischen Fahrzeugsicherheitsvorschriften NCAP und NHTSA erfüllt. Semmler: »Für diese Kombination in einem so kleinen Gehäuse kam nur videantis in Frage.« Denn das Prozessor-IP zeichne sich durch eine hohe Rechenleistung, Energieeffizienz und Flexibilität sowie geringen Platzbedarf aus. Die videantis-Prozessorarchitektur macht es möglich, viele Vision- und Imaging-Algorithmen auf derselben Architektur laufen zu lassen. Die Architektur ist vollständig in Software programmierbar, sodass jederzeit Funktionserweiterungen und Algorithmusverbesserungen umgesetzt werden können. »Damit konnten wir wichtige OEM-Kunden gewinnen, denn sie können sich mit unserer Kamera dank der Programmierbarkeit auch einfach differenzieren«, so Semmler weiter.

Conti ist von videantis überzeugt; das zeigt sich auch daran, dass beide Unternehmen jetzt ein langfristiges Lieferabkommen unterzeichnet haben, das nicht nur das IP, sondern auch Software und Entwicklungs-Tools von videantis umfasst. Ein etwas ungewöhnlicher Schritt, ein Lieferabkommen zwischen Tier-One und Tier-Three? Doch Semmler ist überzeugt, dass das der richtige Weg ist. Zum einen erlaube der direkte Kontakt zwischen Systemintegrator und Technologielieferant eine schnellere Produktentwicklung und eine direkte Kommunikation, damit auch zukünftige Anforderungen in das videantis-IP einfließen werden. Zum anderen will Conti videantis auch in anderen Anwendungen nutzen, beispielsweise in der Zentral-ECU. »Wir wollen Software definitiv nicht mehrmals entwickeln müssen«, so Semmler weiter. Folglich wird es in Zukunft wohl auch diverse Vorgaben bei den jeweiligen Halbleiterherstellern geben, welches Prozessor-IP benutzt werden kann. Das dürfte videantis einen deutlichen Schub nach vorne verleihen

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  1. »Flexibel, sehr performant und gleichzeitig energiesparend«
  2. Architektur ist applikationsspezifisch optimiert
  3. Interaktion auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette: OEM - Tier-One - Halbleiterunternehmen
  4. Continental/videantis: Starker Push nach vorne

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