Schwerpunkte

Jahresabschluss der Schurter-Gruppe 2019

Umsatzrückgang in schwierigem Marktumfeld

17. April 2020, 15:15 Uhr   |  Andreas Knoll

Umsatzrückgang in schwierigem Marktumfeld
© Schurter-Gruppe

Mit einem »schwierigen wirtschaftlichen Umfeld« musste sich die Schurter-Gruppe 2019 auseinandersetzen.

Mit einem Umsatzrückgang um 7,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr – von 289 Mio. auf 267,2 Mio Schweizer Franken (CHF) – hat die im zentralschweizerischen Luzern ansässige Schurter-Gruppe ihr Geschäftsjahr 2019 abgeschlossen.

»Nach einem äußerst erfolgreichen Geschäftsjahr 2018 stand schnell fest, dass diese Werte 2019 nicht zu erreichen waren«, verlautete aus dem Hause Schurter. Insgesamt sank der Umsatz um 7,5 Prozent von 289,007 Mio. auf 267,234 Mio. CHF. Lediglich die Marktregion »Switzerland / Southern Europe« hat gegenüber 2018 um 7,6 Prozent zugelegt, und zwar wegen des starken Zuwachses im strategischen Geschäftsbereich »Solutions« von 20,5 Prozent auf 28,803 Mio. CHF. Die anderen sechs Marktregionen verzeichneten teilweise markante Bedarfseinbrüche: »Germany« mit -17,4 Prozent, »Eastern Europe« mit -1,1 Prozent, »Northern Europe« mit -6,6 Prozent, »Americas« mit -23,5 Prozent, »Asia-Pacific« mit -8,3 Prozent und »India / Western Asia« mit -15,9 Prozent. Aufgeschlüsselt auf die strategischen Geschäftsbereiche ergeben sich für das Komponenten-Geschäft somit ein Minus von 6,0 Prozent auf 181,792 Mio. CHF, für die Eingabesysteme ein Minus von 10,6 Prozent auf 85,443 Mio. CHF sowie die bereits erwähnten +20,5 Prozent für den Bereich Solutions.

Die Integration von AKI Electronic spol. s r.o. im tschechischen Jihlava wurde 2019 mit vielen Verbesserungen und Rationalisierungsprogrammen abgeschlossen. Mit der Namensänderung auf Schurter Electronics s r.o. (SECZ) per 1. Januar 2020 wurde die Integration zusätzlich gefestigt.

Der Personalbestand in der Schurter-Gruppe sank »wegen des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds« um 5,9 Prozent und betrug am 31. Dezember 2019 genau 2007 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Produktionsstätten verzeichneten dabei den höchsten Personalabbau.

Im Jahr 2019 hat Schurter die »Strategy23« initiiert, bei der laut dem Unternehmen die Marktbearbeitung und die Kundenbetreuung im Vordergrund stehen. Die Gruppe hat dafür sieben Marktregionen definiert: Switzerland / Southern Europe – Germany – Eastern Europe – Northern Europe – Americas – Asia-Pacific – India / Western Asia. Die Marktregionen werden von zwei Support-Organisationen, sogenannten Business Accelerators (BA), unterstützt: dem BA Customer Relations und dem BA Solutions. 2019 hat die BA Customer Relations für sämtliche Marktregionen die KAM/SAM-Strategie (Key-Account- und Strategisches Management) sowie die Segment-Teams ins Leben gerufen. Hier wurde laut Schurter die Basis gelegt für eine nachhaltige, gruppenweite Verankerung der sechs Segmente Industrieelektronik, Medizintechnik, Automobiltechnik, Luft- und Raumfahrt, Daten und Kommunikation sowie Energietechnik.

Das Projekt »Weitsicht«, der Um- und Ausbau des Schurter-Hauptsitzes in Luzern, verläuft aktuell planmäßig. »Die Schurter-Gruppe plant langfristig und investiert gezielt in den Standort Luzern und den Werkplatz Schweiz«, hieß es.

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Verwandte Artikel

Schurter AG, Schurter GmbH, Schurter Input Systems AG