Geschäftsjahr 2021 von Kuka

Umsatz, Aufträge und EBIT auf Wachstumskurs

29. März 2022, 21:27 Uhr | Andreas Knoll
Peter Mohnen, CEO der Kuka AG
Peter Mohnen, Kuka: »Unser Ziel ist die Führungsrolle in der roboterbasierten Automatisierung bis 2025.«
© Kuka Group

Kuka hat das Geschäftsjahr 2021 mit einem deutlichen Plus bei Umsatz, Auftragseingang und Ergebnis sowie mit Wachstum in allen Geschäftsbereichen abgeschlossen. So verzeichnete das Unternehmen mit 3,6 Mrd. Euro das zweithöchste Auftragsvolumen seiner Geschichte.

»Dank einer erfolgreichen Kombination aus Investitionen und Sparmaßnahmen sowie dem wieder anziehenden Automatisierungsmarkt verzeichnete Kuka einen Sprung nach vorn«, erläutert Peter Mohnen, CEO der Kuka AG. »Unser Team hat einen beeindruckenden Turnaround geschafft und einen deutlichen Wachstumskurs eingeschlagen. Wir bedienen eine weltweit steigende Nachfrage und begleiten auch zunehmend Kunden außerhalb unserer klassischen Märkte wie dem Automobilsektor.«

So stiegen der Auftragseingang im Konzern insgesamt um 27,7 Prozent auf rund 3,6 Mrd. Euro (2020: 2,8 Mrd. Euro) und die Umsatzerlöse um 27,7 Prozent auf 3,3 Mrd. Euro (2020: 2,6 Mrd. Euro). Obwohl globale Lieferengpässe und gestiegene Material- und Logistikkosten die positive Entwicklung vor allem in der zweiten Jahreshälfte bremsten, kletterte das EBIT auf 61,8 Mio. Euro (2020: -113,2 Mio. Euro). Die EBIT-Marge erhöhte sich auf 1,9 Prozent (2020: -4,4 Prozent).

Besonders das China-Geschäft des Robotik- und Automatisierungstechnik-Herstellers verzeichnete ein starkes Wachstum, mit 48,4 Prozent höheren Umsätzen als 2020 sowie einem um 39,0 Prozent gestiegenen Auftragseingang. Dabei legte Kuka auf dem chinesischen Robotermarkt auch in neuen Märkten wie Electronics zu.

Auch beim weltweiten Trend zur Elektromobilität begleitet Kuka immer mehr Automotive-Kunden beim Wandel hin zu neuen Antrieben, unter anderem mit automatisierten Anlagen für Batteriemodule. Vor allem in China und Nordamerika nimmt die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen zu. Dementsprechend stieg der Auftragseingang der Anlagenbau-Sparte Kuka Systems um 37,3 Prozent, getrieben von einem starken Geschäft in Nordamerika. Und mit einer starken Nachfrage im E-Commerce und dem Trend zu automatisierten Logistiklösungen steigerte Kukas Logistik-Spezialist Swisslog den Umsatz um 23,4 Prozent.

Automatisierung erobert neue Bereiche

»Unsere Automatisierungs- und Logistiklösungen sind zunehmend bei kleinen und mittleren Unternehmen gefragt«, führt Peter Mohnen aus. »Unternehmen in der Konsumgüter- und Lebensmittelindustrie setzen ebenfalls immer mehr auf Robotik. Unsere Technologien können in den unterschiedlichsten Bereichen quer durch alle Produktionsschritte unterstützen.« Mit dem erweiterten Roboter-Portfolio wie dem KR Delta sowie neuen Varianten wie den „Hygienic-Oil“-Robotern für die Lebensmittelproduktion biete Kuka hier Lösungen.

»Auch wenn uns Lieferengpässe, Materialknappheit und höhere Kosten die kommenden Monate beschäftigen werden, sehen wir einen starken Rückenwind für Kuka – und diesen Rückenwind werden wir nutzen«, sagt Peter Mohnen. »Unser Ziel ist die Führungsrolle in der roboterbasierten Automatisierung bis 2025. Dabei liegt unser Fokus darauf, Technologien und Innovationen intensiv voranzutreiben. Hierzu werden wir bis 2025 rund 800 Mio. Euro in Forschung und Entwicklung investieren, mehr als je zuvor.« Schlüssel zum massiven Wachstum ist ein übergreifendes Portfolio sowie regional zugeschnittene Produkte und Lösungen für die einzelnen Märkte, gerade in der General Industry. »Von dieser Wachstumsstrategie und unserer technologischen Ausrichtung wird Kuka langfristig profitieren – an allen Standorten rund um den Globus.«


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