Neues Amendment zur IEC-Norm 61918

SPE-Installation in der Automatisierung geregelt

21. April 2022, 22:05 Uhr | Andreas Knoll
SPE-Steckverbinder nach dem Standard IEC 63171-6
SPE-Steckverbinder nach dem Standard IEC 63171-6
© Harting

Die IEC hat eine Norm zu Installations- und Verkabelungsstrukturen auf Basis von Single-Pair-Ethernet (SPE) in der Automatisierung verabschiedet: Das Amendment 1 zur Installationsnorm IEC 61918:2018 bildet eine wichtige Grundlage für Anwender, die ihre Produktion mittels SPE ins IIoT bringen wollen.

Die IEC 61918:2018 „Industrial communication networks - Installation of communication networks in industrial premises“ beschreibt den Aufbau der Kommunikationsnetzwerke in industriellen Maschinen und Anlagen. Sowohl die Verkabelungsinfrastruktur als auch die nötigen Komponenten wie Kabel und Verbinder werden für alle Automatisierungsprofile klar definiert. Dabei werden Verkabelungslösungen mit Glasfaserkabeln, symmetrischen Kupferkabeln und für Wireless-Medien betrachtet.

Das Amendment 1 zur IEC 61918:2018 bezieht sich auf die 1-paarigen Verkabelungsstrukturen für SPE und die dazugehörige Fernspeisung PoDL (Power over Data Line). Es schließt somit die Lücke zwischen klassischer IT-Infrastruktur und Industrial IoT. SPE ermöglicht die durchgängige Anwendung von Automatisierungsprotokollen auf TCP/IP-Basis auch für große Entfernungen, wie in der Prozessautomatisierung, oder für die direkte Anbindung von Sensoren und Aktoren auf der industriellen Feldebene.

Das Amendment 1 macht Anwendern im Einklang mit der ISO/IEC 11801-3 (Industriegebäude) klare Vorgaben für die Infrastrukturkomponenten. Es referenziert auf die Kabelstandards für 1-paarige Datenkabel nach IEC 61156-11/12/13/14 und den vom SPE Industrial Partner Network forcierten Standard für die 1-paarigen Datensteckverbinder nach IEC 63171-6. Letztlich beschreibt es, wie und mit welchen Komponenten eine industrielle Sensor-to-Cloud-Dateninfrastruktur auf SPE-Basis aufgebaut wird.

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