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Umfrage von PwC

Digitalisierung – das Vertrauen sinkt

02. März 2017, 07:46 Uhr   |  Heinz Arnold

Digitalisierung – das Vertrauen sinkt
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Die meisten Unternehmen gehen die digitale Transformation nicht breit genug an und erkennen nicht, wie und wo neue Technologien die entscheidenden Vorteile bringen.

Weil die digitale Transformation an Geschwindigkeit zunimmt und die verfügbaren Techniken mehr verwirren als helfen, schwindet das Vertrauen der Unternehmen in die eigenen Fähigkeiten.

Bewältigen die Unternehmen die digitale Transformation erfolgreich? Um diese Frage zu beantworten, führt Pricewaterhous Coopers (PwC) jedes Jahr die Global Digital IQ Survey pwc.com/digitaliq durch. Und die kommt in diesem Jahr zu einem überraschenden Ergebnis. Nur noch 52 Prozent der insgesamt 2.216 Befragten schätzen den eigenen Digital IQ als stark ein, 2015 meinten dies noch 67 Prozent und im Jahr zuvor 66 Prozent. Und das, obwohl 80 Prozent überzeugt sind, dass die Digitalisierung für den Erfolg des Unternehmens kritisch sei. 73 Prozent der befragten Manager gaben an, in IoT zu investieren, 54 in Artificial Intelligence. Da mutet es paradox an, dass nur 43 Prozent dedizierte Teams dafür gebildet haben.

Es kommt sogar noch schlimmer: 61 Prozent halten die Technologien im Unternehmen für veraltet, 59 Prozent bemängeln, dass sich neue Technologien in die Bestehenden nicht integrieren lassen, 63 Prozent beklagen den Mangel an ausrechend ausgebildeten Teams, 42 Prozent sprechen von inflexiblen und zu langsamen Prozessen und 35 Prozent sehen zu wenig Zusammenarbeit zwischen IT und den Geschäftsprozessen.
 
Die große Kunst besteht darin, über Investitionen in die Digitalisierung das Geschäft des Unternehmens voran zu treiben. »Es ist alarmierend, dass viele Unternehmen dran scheitern«, sagt Tom Puthiyamadam, Global Digital Leader von PwC. Wie können die Investitionen zu neuen Geschäftsmodellen und wachsenden Finanzergebnissen führen? Das sei nach den Worten von Puthiyamadam die entscheidende Frage.

Genau diese Frage ist aber so schwer zu beantworten. Denn die Entscheider sehen sich einer Fülle von verschiedenen Ansätzen und Techniken gegenüber. Welche sich in Zukunft als sinnvoll erweisen werden und welche nicht, ist schwer zu beurteilen. Die Unternehmen sind deshalb verunsichert – mehr als in der Vergangenheit. Kein Wunder, dass nur 68 Prozent der Befragten überzeugt sind, ihr Chef setze sich voll für die Digitale Transformation des Unternehmens ein, das gleiche gilt für die Führungsriegen der Unternehmen insgesamt.

In den Worten von PwC komme es darauf an, den richtigen »Digital IQ« aufzubauen:  Dies sichere den entscheidenden Vorsprung im Wettbewerb. Erst der Digital IQ erlaube es, die Teile des Puzzle erfolgreich zusammenzufügen, Die geschäftliche Ebene, die Ebene der Kunden und der eigenen Mitarbeiter sowie die Technikebene zu integrieren. Integration sei das große Zauberwort. Sie müsse gelingen.

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1. Digitalisierung – das Vertrauen sinkt
2. IT und Digital ist nicht das gleiche!
3. Weiche Faktoren und Kundenorientierung

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