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2021 ist Eröffnung

Der erste urbane Flughafen für Flugtaxis

So soll der urbane Flughafen »Air-One« aussehen, den Urban Air Port in Zusammenarbeit mit Hyundai Motor in Coventry/Großbritannien bis 2022 bauen will.
So soll der urbane Flughafen »Air-One« aussehen, den Urban Air Port in Zusammenarbeit mit Hyundai Motor in Coventry/Großbritannien noch in diesem Jahr bauen will.
© Hyundai Motor/Urban Air Port

Hyundai Motor will zusammen mit Urban Air Port in Großbritannien den ersten urbanen Flughafen der Welt für Flugtaxis bauen. Die Eröffnung ist für 2021 geplant.

Der Flughafen »Air-One« ist für elektrische senkrecht startende Flugzeuge (eVTOL, kurz für electric Vertical Takeoff and Landing) ausgelegt und soll noch in diesem Jahr in Coventry eröffnet werden. Hyundai Motors wird dafür ein eigenes eVTOL entwickeln. Um das Konzept individueller Luftfahrzeuge voranzutreiben, hat Hyundai den neuen Geschäftsbereich Urban Air Mobility (UAM) gegründet.

Das Unternehmen Urban Air Port hatte die von der britischen Regierung ausgeschriebene »Future Flight Challenge« gewonnen. Es entwickelt autonome Infrastrukturen für die zukünftige Luftmobilität. Mit dem »Air-One«-Projekt zeigt das Unternehmen, wie eine nachhaltige Mobilität im urbanen Umfeld umgesetzt werden kann.

Ziel ist es, die Überlastungen auf den Straßen zu reduzieren, die Luftverschmutzung zu verringern und letztendlich die innerstädtische Personenbeförderung sowie den Gütertransport ganzheitlich zu dekarbonisieren. Air-One ist der weltweit erste voll funktionsfähige urbane Flughafen und zugleich Ladestation für zukünftige eVTOL, wie Frachtdrohnen und Lufttaxis.

200 urbane Flughäfen bis 2026

Urban Air Port hat sich zum Ziel gesetzt, in den nächsten fünf Jahren weltweit über 200 urbane Flughäfen aufzubauen. Das Interesse dazu haben bereits viele Städte weltweit bekundet. Nachdem die Finanzierung von »Air-One« gesichert ist, befindet sich Urban Air Port derzeit in Gesprächen mit Investoren, um die Kommerzialisierung und das globale Wachstum zu beschleunigen.

Die NASA prognostiziert, dass die urbane Luftmobilität allein in den USA über ein Marktpotenzial von bis zu 500 Mrd. Dollar (ca. 413 Mrd. €) habe. Ein wesentliches Hindernis stellt aktuell allerdings noch die fehlende Infrastruktur dar. Das will Urban Air Port ändern.

Der ökologische Fußabdruck eines Urban Air Port ist im Vergleich zu einem traditionellen Hubschrauberlandeplatz um bis zu 60 Prozent geringer. Durch eine modulare Bauweise können die urbanen Flughäfen binnen weniger Tage errichtet und netzunabhängig betrieben werden. Zudem emittieren sie keine schädlichen Kohlenstoffemissionen.

Urban Air Port legt die Flughäfen nicht nur für den Start und die Landung von eVTOLs aus, sondern auch für andere Verkehrsmittel wie Elektrofahrzeuge, Elektrobusse und Motorroller. Wegen ihrer modularen Bauweise können »Urban Air Ports leicht demontiert und an alternative Standorte verlegt werden.
Damit kommt es auch im Rahmen des Katastrophenschutzes zum Einsatz: Drohnen und andere eVTOL können über den Urban Air Port flexibel Hilfsgüter, Ausrüstung und Menschen dorthin transportieren, wo sie benötigt werden.

 


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