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Stromversorgungs-Umfrage Markt&Technik

Liefersicherheit ja, aber …

04. April 2019, 12:38 Uhr   |  Engelbert Hopf

Liefersicherheit ja, aber …
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Stromversorgungsbranche arbeitet inzwischen teilweise mit Vorlaufzeiten von 12 bis 24 Monaten.

Wie eine aktuelle Umfrage unter Stromversorgungs-Herstellern und -Distributoren am deutschen Markt zeigt, sind die befürchteten harten Ausfälle bislang ausgeblieben.

EOS Power
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Ralph Bischoff, EOS Power: »Wir erhalten zunehmend  Anfragen amerikanischer Kunden, da unsere chinesischen  Wettbewerber durch die Schutzzölle zu teuer werden.« 

Vor dem Hintergrund der angespannten Bauelementelieferkette wurde zum einen die Abstimmung mit den Kunden intensiviert: Beide Seiten arbeiten inzwischen mit Planungshorizonten, die sich nach Angaben von Kai Heinemann, Geschäftsleiter Entwicklung und Produktmanagement bei der Block Transformatoren-Elektronik, »bei der Bauteilbeschaffung über einen Zeithorizont von 12 bis 24 Monaten bewegen«. In der Vergangenheit wurde in der Branche mit deutlich kürzeren Vorlaufzeiten gearbeitet. Als zweite Maßnahme haben viele Anbieter ihre Lagerkapazitäten deutlich ausgebaut, um so Versorgungssicherheit gewähren zu können. Eine Maßnahme, die sich im Wettbewerb durchaus auszahlt, wie Frank Stocker, FAE Power Supplies bei Schukat electronic, bestätigt: »Wir konnten aus dem frühzeitigen Lagerausbau 2017 in der angespannten Situation des Vorjahres Vorteile generieren und auch neue Kunden gewinnen.«

Aktuell scheint sich die Situation am deutschen Stromversorgungsmarkt etwas zu entspannen. »Im Jahr 2018 wurden wir teilweise mit Verdoppelungen der Lieferzeiten konfrontiert«, so Andreas Hanau-sek, Product Manager/FAE Power Conversion bei Codico. »Das hatte große Backlogs zur Folge.« Inzwischen sei eine Beruhigung der Situation spürbar, »bei Neuprojekten ist die Vorserie manchmal noch problematisch«. Richard Needham, Senior Manager Product Marketing Power bei Rutronik, hat seit mehreren Monaten keine negativen Entwicklungen am Markt mehr wahrgenommen, »die Lieferzeiten laufen inzwischen stabil auf erhöhtem Niveau«. Jörg Traum, Geschäftsführer der Emtron Electronic, spricht davon, dass die Lieferzeiten derzeit etwa vier Wochen höher liegen als gewohnt, »je nach Type liegen wir heute zwischen 8 und 14 Wochen«.

»Die Situation ist nicht mehr so angespannt wie letztes Jahr«, versichert auch Jens Egbers, Manager FAE-Team bei MEV Elektronik Service; »der Markt ist auf dem Weg Back to Business«. – »Ja, die Lieferzeiten werden wieder kürzer«, bestätigt auch Karsten Bier, CEO von Recom Power. »Ganz am Normalzustand sind wir aber noch nicht angekommen.« Auch im Bauelementebereich registriert Bier inzwischen eine gewisse Entspannung, »abgesehen natürlich von Ausnahmen wie MLCCs«. –

»Auch wenn sich derzeit eine leichte Entspannung abzeichnet«, so Markus Bicker, Geschäftsführer der Bicker Elektronik, »waren und sind wir weiterhin von verlängerten Lieferzeiten betroffen«. Um die Situation für die Kunden zufriedenstellend zu lösen, müssen die Anbieter nach seinen Worten einen deutlichen Mehraufwand betreiben und ein erhöhtes Einkaufsrisiko eingehen; »je nach Projektzeitplan und Rahmenbedingungen lassen sich auch Luftfrachtkosten nicht gänzlich vermeiden«.

Jens Egbers, MEV Elektronik Service:
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Jens Egbers, MEV Elektronik: »Die Situation ist nicht mehr  so angespannt wie letztes Jahr, der Markt ist auf dem Weg  Back to Business.«

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1. Liefersicherheit ja, aber …
2. Eine klare Prognose will niemand abgeben...

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