Schwerpunkte

Batteriemanagement in der Industrie

Intelligente Akkus für smarte Werkzeugwartung

29. September 2020, 10:08 Uhr   |  Ute Häußler

Intelligente Akkus für smarte Werkzeugwartung
© Varta / Desoutter

Smarte Akkus helfen in der Industriemontage die Einsatzzeit und Lebensdauer von elektrischen Werkzeugen zu verlängern.

Elektronisch überwachte Zellen optimieren das Batteriemanagement von Industriewerkzeugen. In der Montage sorgen maßgeschneiderte Akkus und Ladegeräte für smarte Elektronik, mehr Sicherheit und Robustheit sowie eine verbesserte Kapazität bei längerer Lebensdauer. Varta und Desoutter kooperieren.

Der Werkzeughersteller Desoutter stellte kürzlich seine ersten intelligenten Batterie- und Ladegeräte-Lösungen für Industriewerkzeuge in der Automobil- und Off-Road-Industrie, die Luft- und Raumfahrtindustrie sowie dem Maschinen- und Anlagenbau vor. Vor dem Hintergrund der neu eingeführten Normen IEC62841 und UL 62841 für Hersteller von Elektrowerkzeugen wählte Desoutter die Batterieexperten von Varta aus, um die Batterie und das Ladegerät zu spezifizieren, zu konstruieren und zu montieren. Inzwischen ist die Massenproduktion angelaufen.

Eine Anforderung bei der Entwicklung der individuellen Lithium-Ionen-Batterien als auch des entsprechenden Ladegerätes war, dass beide rückwärtskompatibel zum Einsatz in bereits auf dem Markt erhältlichen Werkzeugen waren. In einer Pressemitteilung lies Varta jetzt verlauten, dass die maßgeschneiderten Akkus als intelligente Batterien mit smarter Elektronik, erhöhter Sicherheit und Robustheit sowie deutlich höherer Kapazität bei gleichzeitig höherer Lebenserwartung helfen, die Betriebskosten bei Desoutter zu senken.

Smarte Entwicklungsaufgaben

Eine der wichtigsten Entwicklungsaufgaben war es, die Desoutter-Batterien im Hinblick auf eine möglichst lange Lebensdauer nachhaltig zu gestalten. Varta sagt, dass durch Verbesserung der Elektronik, des Lastmanagement, des mechanischen Designs für mehr Robustheit sowie physikalischen Schutz für mehr Sicherheit der Fehlgebrauch der Batterie verringert und die Lebensdauer um 20 Prozent gesteigert werden konnte. Die Maßnahmen verhindern Überladung, Unterspannung und Überentladung. Für eine vorausschauende Wartung sieht der Anwender jetzt auch aktuelle Batteriedaten zu den Ladezyklen und dem State of Health (SoH). 

Sicherheit und Lebensdauer

Das neue Batteriedesign gewährleistet, dass die Batteriezellen sicher in einzelnen Depots gelagert werden. Darüber hinaus schützt ein Stoßschutz auf beiden Seiten des Gehäuses das Innenleben vor Beschädigung. Die Elektronik steuert alle Ladezyklen, um eine möglichst lange Lebensdauer zu gewährleisten. Darüber hinaus verhindert intelligentes Laden und Entladen eine vorzeitige Alterung der Batterie. Für eine möglichst lange Lebensdauer sollten die Batterien praktisch nie vollständig geladen oder vollständig entladen werden – eine intelligente Elektronik überwacht den Betriebszustand aller Zellen. So werden beispielsweise bei drohenden hohen Strömen oder zu hohen Temperaturen während des Lade- und Entladevorgangs die Verbindungen automatisch getrennt und Kurzschlüsse verhindert. Dies gilt auch, wenn die Spannung in einer oder mehreren Zellen über einen kritischen Wert ansteigt. Darüber hinaus erkennt die Batterieelektronik, wenn die Batterie nicht benutzt wird und schaltet diese nach fünf Tagen automatisch ab.

Die Ladegeräte können sowohl für das Laden neuer als auch älterer Batterien verwendet werden, wobei sie sich in Reihe schalten lassen, so dass eine Steckdose bis zu zehn Ladegeräte versorgen kann. Eine Warn-LED zeigt Fehler während des Ladevorgangs an, und der Fortschritt des Ladevorgangs wird ebenfalls gemeldet.

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