Schwerpunkte

electronic displays Conference 2021

Digitaler Display-Expertentreff

29. Januar 2021, 14:00 Uhr   |  Markus Haller

Digitaler Display-Expertentreff
© WEKA Fachmedien

2021 feiert die electronic displays Conference seine digitale Premiere.

Die Fachkonferenz wird in diesem Jahr in drei Punkten anders sein: Sie findet erstmals rein digital statt, auf parallele Sessions wird verzichtet und sie erstreckt sich über fünf Tage. Damit bleiben zwei Tage mehr Zeit zum Ideenaustausch und Netzwerken.

Die electronic displays Conference (edC) gilt als die wichtigste europäische Fachkonferenz für die Display-Industrie. In diesem Jahr erhält sie noch ein weiteres Prädikat: digital. 2020 konnte sie noch, als eine von wenigen großen Fachkonferenzen, als Präsenzveranstaltung durchgeführt werden. In diesem Jahr kommen die Display-Experten rein virtuell zusammen. Vom 1. bis zum 5. März 2021 werden rund 50 Fachvorträge und sieben Keynotes die aktuellen Entwicklungen innerhalb der Display-Branche abdecken.

Keinen Vortrag verpassen

Durch das digitale Format wird der zwischenmenschliche Aspekt einer Konferenz nicht ganz erreicht werden, es ergeben sich aber auf einem anderen Bereich neue Freiheiten. In diesem Jahr wird es keine parallelen Vortrags-Sessions geben, sodass ein Teilnehmer sich nicht zwischen parallel stattfindenden Vorträgen entscheiden muss und die Möglichkeit hat, im Anschluss an jeden Vortrag seine Fragen an den Referenten zu stellen. Dafür wird das Konferenzprogramm von den üblichen drei Tagen auf fünf Tage ausgedehnt – ein Schritt, der bei einer Präsenzveranstaltung nicht so leicht gefallen wäre. Die etablierten »Author Interviews«, bei denen die Referenten für Einzelgespräche nach den Vorträgen zur Verfügung stehen, werden in digitaler Form beibehalten.

Conference Keynote

edC 2021

An diesem Rednerpult haben schon viele prominente Referenten der Display-Branche gestanden. 2021 tauschen sie es gegen ein Videokonferenz-Tool aus.
Paul Gray ist ein bekannter Referent der edC und hält dieses Jahr die Conference Keynote.
Prof. Norbert Frühauf leitet das Institut für Großflächige Mikroelektronik der Universität Stuttgart und war bereits 2018 Referent der edC.

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Die Conference Keynote am 3. März hält Paul Gray vom Marktforschungsunternehmen Omdia. Er arbeitet seit rund 20 Jahren als Analyst der Display-Branche und sieht aktuell eine überraschende Entwicklung: »Gemäß Lehrbuch sollte eine reife Branche wie die Display-Industrie nun in ein stabile Phase eintreten, stattdessen investieren einige der großen Firmen gerade jetzt massiv in neue Display-Techniken und wirbeln damit die bestehenden Marktverhältnisse durcheinander.«

Welche Auswirkungen das auf die Display-Wertschöpfungskette hat, davon wird er in seiner Keynote ein Bild zeichnen und richtet sich damit vor allem an Entscheidungsträger, die in ihren Unternehmen die Weichen für die firmenstrategische Ausrichtung stellen und für das Schließen von strategisch relevanten Kooperationen verantwortlich sind. Ein exklusives Vorab-Interview mit Paul Gray wird in der Messezeitung zur Fachmesse embedded world erscheinen. Passend zum digitalen Format kommt die Messezeitung dieses Mal als E-Paper.

Fokus auf Mikro-LEDs

Die erste Session der Konferenz ist mit vier Vorträgen den Mikro-LEDs gewidmet. Die Technik wird in der Branche schon länger als Konkurrenz zu OLEDs in Smartwatches und Datenbrillen diskutiert. Konferenz-Chairman Prof. Karlheinz Blankenbach sprach in einem Kommentar bereits vor drei Jahren vom möglichen »OLED-Jäger«.

Die Anzahl der angemeldeten Patentfamilien für Mikro-LEDs wächst exponentiell. Sie verteilen sich auf rund 350 verschiedene Organisationen. Die höchste Aktivität herrscht in China, Korea und Taiwan.
© Yole Développement

Die Anzahl der angemeldeten Patentfamilien für Mikro-LEDs wächst exponentiell. Sie verteilen sich auf rund 350 verschiedene Organisationen. Die höchste Aktivität herrscht in China, Korea und Taiwan.

Mittlerweile befassen sich weltweit so viele Firmen damit, dass ein Marktforschungsunternehmen bereits den Versuch aufgab, alle einzeln ausfindig zu machen. Trotzdem galt die Technik lange Zeit als schwer zu produzieren und ihr wurde nur mäßiges Marktpotenzial zugetraut – am Stimmungswandel hat nicht zuletzt der Markt- und Technikanalyst Dr. Zine Bouhamri von Yole Devéloppement beigetragen, der eine optimistischere Sicht vertritt. Er hielt im letzten Jahr auf der edC einen viel beachteten Vortrag zum Potenzial der Mikro-LEDs und wird in diesem Jahr gleich mit dem Eröffnungsvortrag der Konferenz einen aktuellen »Status and Reality Check« zur Mikro-LED-Technik präsentieren.

Vortragsprogramm und Rabatte

Die übrigen Sessions (insgesamt 12 Sessions + Conference Keynote und Poster-Session) rücken die aktuell eingesetzte Technik mit ihren konkreten Fragestellungen in den Mittelpunkt. Erörtert werden u.a. neue Komponenten, Systeme und Methoden zur Umsetzung von Gestensteuerung und haptischem Feedback in Industrie- und Automotive-Displays, Testmethoden für Display-Systeme, neue Standardisierungsbestrebungen, Weiterentwicklungen der Produktionstechnik für Displays und Methoden zur Oberflächenbeschichtung von Touch-Bedienungen und Deckgläsern.

Das vollständige Konferenzprogramm ist auf der Webseite der WEKA Fachmedien verfügbar. DFF-Mitglieder, Mitarbeiter von ausstellenden Firmen auf der embedded world, Konferenzsprecher und Studenten erhalten Rabatte von bis zu 90 % auf die Teilnahmegebühr.

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